Förderschule. Bewegt.

Begleite Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf – so individuell wie sie selbst.

Das macht die Förderschule aus.

Die Schulform: Sieben Förderschwerpunkte. Eine Mission: Teilhabe.
Förderschulen in Sachsen sind so vielfältig wie die Kinder und Jugendlichen, die sie besuchen. Je nach sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es sieben Schwerpunkte und zwei Förderbereiche: Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache, Hören, Sehen, körperliche und motorische Entwicklung und geistige Entwicklung sowie die Förderbereiche Unterricht kranker Schüler sowie Autismus. Alle Schüler bekommen einen individuellen Förderplan – und Lehrkräfte, die wirklich hinschauen. Das Ziel: ein selbstständiges Leben in der Gemeinschaft und ein möglichst eigenständiger Berufseinstieg.
Deine Schülerinnen und Schüler: Besonders.
An der Förderschule triffst du Kinder und Jugendliche, deren Lernwege vielfältig anders sind. Manche haben körperliche oder kognitive Beeinträchtigungen, andere Bedarfe im emotionalen und sozialen Bereich. Was sie verbindet: Sie brauchen jemanden, der das Potenzial hinter ihrem sonderpädagogischen Förderbedarf sieht. Und das bist du. Die Vielfalt in deiner Klasse macht deinen Job zur echten Aufgabe – und deinen Alltag unverwechselbar.
Dein Impact: Du begleitest auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
Zwischen dem ersten Schultag und dem Abschluss passiert bei deinen Schülerinnen und Schülern eine Menge. Deine Aufgaben gehen dabei weit über Unterricht hinaus: Du beobachtest, förderst und dokumentierst Fortschritte, entwickelst individuelle Konzepte – und bist oft eine wichtige erwachsene Bezugsperson im Schulalltag. Und die kleinen Momente, in denen etwas klappt, das vorher nicht möglich schien? Die sind es, die bleiben und deinen Job so besonders machen.
Deine Rolle: Lehrkraft, Berater, Inklusionsgestalter.
Als Förderschullehrkraft wirkst du nicht nur im eigenen Klassenzimmer. Förderschulen in Sachsen stellen auch Regelschulen ihre sonderpädagogische Kompetenz bereit – für Beratung, Diagnostik und inklusive Unterrichtsentwicklung. Du kannst an einer Förderschule bzw. einem Förderzentrum unterrichten oder an einer Regelschule inklusiv arbeiten. Die Bandbreite deiner Einsatzmöglichkeiten ist größer als bei jeder anderen Schulform.
Inklusion: Nicht nur an der Förderschule. Überall.
Inklusion ist kein Randthema – sie ist das Herzstück deines Berufsbildes. Als sonderpädagogische Lehrkraft gestaltest du Schulkonzepte mit, die Teilhabe ermöglichen: für Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, in Förderschulen und in Regelschulen. Du berätst Kolleginnen und Kollegen, entwickelst inklusive Lernumgebungen und arbeitest mit Eltern, therapeutischen Fachkräften und sozialen Einrichtungen zusammen. Kurz: Du bist dort, wo gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird.
Das Studium: Zwei Wege ans Ziel – mit starker Praxisbindung.
In Sachsen führen zwei Wege zur Förderschulqualifikation: das Lehramt Sonderpädagogik an der Universität Leipzig – zehn Semester, zwei Förderschwerpunkte, fünf Praktika. Oder der 2-in-1-Studiengang Lehramt Oberschule mit Sonderpädagogik an der Hochschule Zittau/Görlitz, der ab dem dritten Semester zusätzlich den Förderschwerpunkt Lernen integriert – ideal für alle, die in Ostsachsen studieren und bleiben wollen.
Der Bedarf: Dringend gesucht.
Förderschullehrkräfte gehören zu den meistgesuchten Lehrkräften in Sachsen. Bei Neueinstellungen können derzeit nur rund zwei Drittel der offenen Stellen besetzt werden. Das bedeutet für dich: sichere Einstellung und ggf. Verbeamtung.
Die Schulform: Jedes Kind im Mittelpunkt.
An der Förderschule unterrichtest du Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichem sonderpädagogischen Förderbedarf – in kleineren Klassen. Dabei stehen die einzelnen Schüler mit ihren eigenen Lernwegen im Vordergrund.
Hier ist jeder Lernweg anders.
An der Förderschule steht immer eine Frage im Mittelpunkt: Was brauchen die Schüler, um erfolgreich zu lernen? Dabei lernst du deine Schüler sehr gut kennen, ihre Stärken, Hürden, Geschichten. Das macht jeden Fortschritt zu einem Moment, der zählt.
Dein Impact: Selbstbestimmung ermöglichen.
Du bist eine wichtige Bezugsperson im Schulalltag. Du entwickelst Förderpläne, dokumentierst Fortschritte, passt deine Lernmethoden an. Du erlebst, dass etwas gelingt, das vorher noch unmöglich schien.
Deine Rolle: Weit über die Klasse hinaus.
Du berätst auch andere Schulen, du kannst in einem Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) für die Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf mitarbeiten und eng mit Eltern, Therapeuten und sozialen Einrichtungen interagieren. Mit deiner Beratung und Unterstützung ermöglichst du Teilhabe über deine Klasse hinaus in der ganzen Region.
Das Studium: Zwei Wege ans Ziel.
An der Universität Leipzig studierst du Lehramt Sonderpädagogik. In Zittau/Görlitz den 2-in-1-Studiengang „Lehramt Oberschule mit Sonderpädagogik" – ideal für Ostsachsen.
Der Bedarf: Dringend gesucht.
Förderschullehrkräfte gehören zu den meistgesuchten Lehrkräften in Sachsen. Für dich heißt das: sichere Einstellung, ggf. Verbeamtung und viele Möglichkeiten zum Arbeiten.
Der Bedarf: Dringend gesucht.
Förderschullehrkräfte gehören zu den meistgesuchten Lehrberufen in Sachsen. Für dich heißt das: sichere Einstellung, Verbeamtung und die freie Wahl, wo du arbeitest.

Stimmen aus der Förderschule

Förderschullehrkräfte erzählen, was ihren Job besonders macht. 

Achtung, neuer, spannender Kooperationsstudiengang: Wie sich das Studium für das „Lehramt an Oberschulen mit Sonderpädagogik“ an der Hochschule Zittau/Görlitz sowie an der Universität Leipzig gestaltet und welche Voraussetzungen du dafür mitbringen musst, erfährst du in diesem Beitrag.
Krisztina Juhász ist Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache an der 94. Oberschule Grünau. Sie macht es den Kindern in den DaZ-Klassen leicht, sich sogar schon ohne Worte zu verständigen: Mit Erfolg. Ihre Methode: Schach! Und ganz viel Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler, denn die Lehrerin kam selbst seinerzeit aus Ungarn nach Grünau und weiß, wie es ist, sich in einer neuen Sprache und Umgebung zurechtzufinden.
Du möchtest wissen, wie der Alltag als Lehrkraft an einer Oberschule aussieht? Wir zeigen es dir, auf Social Media und in unserem neuesten VLOG.

Wie ist das Studium aufgebaut?

10 Semester Studium + 5 Praktika 

Das Studium Lehramt Sonderpädagogik hat in Sachsen eine Regelstudienzeit von zehn Semestern. Du wählst zwei Förderschwerpunkte – einer davon muss Lernen oder emotionale und soziale Entwicklung sein – sowie ein Unterrichtsfach der Oberschule oder Grundschuldidaktik. Darüber hinaus studierst du Bildungswissenschaften mit sonderpädagogischem Schwerpunkt sowie Allgemeine Sonderpädagogik und Ergänzungsstudien. 

Im Laufe des Studiums absolvierst du fünf Praktika – verteilt über alle Förderschwerpunkte und Bildungswissenschaften. Du lernst also früh, wie Förder- und Inklusionsalltag wirklich funktioniert. Das Studium endet mit der Ersten Staatsprüfung. 

18 Monate Vorbereitungsdienst 

Nach der Ersten Staatsprüfung folgt das Referendariat an einer Förderschule oder einer Regelschule deiner Wahl, die inklusiv unterrichtet – in Sachsen dauert es 18 Monate. 

Besondere Zulassungsvoraussetzungen 

Neben dem Abitur musst du vor der Immatrikulation nachweisen: ein vierwöchiges Sozialpraktikum in einer Kinder-, Jugend- oder Sozialeinrichtung sowie ein phoniatrisches Gutachten über deine Stimm- und Sprechfunktion (ausgestellt von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Phoniatrie/Pädaudiologie oder HNO mit entsprechender Spezialisierung). 

 

Wo kannst du Lehramt Sonderpädagogik studieren?

Universität Leipzig – Institut für Förderpädagogik

Lehramt Sonderpädagogik in einer der lebendigsten Studienstädte Deutschlands. Mit starken Schwerpunkten in Inklusion und Förderdiagnostik, fünf Praktika und rund 1.250 Studierenden.
Universität Leipzig

Hochschule Zittau/ Görlitz

Einzigartig in Sachsen: Lehramt Oberschule mit Sonderpädagogik – mit diesem Abschluss bist du sowohl an Oberschulen als auch an Förderschulen und inklusiven Schulen einsetzbar.
Hochschule Zittau/ Görlitz

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Deine Fächerkombination

Im Lehramt Sonderpädagogik wählst du zwei Förderschwerpunkte bei der Bewerbung – einer davon muss verpflichtend Lernen oder emotionale und soziale Entwicklung sein. Dazu wählst du ein Unterrichtsfach. Welche Kombinationen möglich sind, siehst du direkt im Akkordeon. 

 

Mehr Details und alle Bewerbungsinfos findest du direkt bei der Universität Leipzig. 

Universität Leipzig

Förderschwerpunkte
(Pflichtauswahl: mind. 1 der ersten beiden)
 

  • Lernen (Pflichtbereich) 
  • Emotionale und soziale Entwicklung (Pflichtbereich)
  • Geistige Entwicklung 
  • Körperliche und motorische Entwicklung 
  • Sprache und Kommunikation

Kombinierbar mit einem Unterrichtsfach (Oberschule oder Grundschuldidaktik) 

  • Grundschuldidaktik (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht + kleines Wahlfach: Kunst, Musik, Sport oder Werken) 
  • Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Ethik/Philosophie, Evangelische Religion 
  • Geschichte, Informatik, Kunst, Mathematik, Musik (HMT Leipzig), Physik 
  • Sport, Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales 

Hinweis: Der Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung kann nicht mit Chemie, Informatik oder Physik kombiniert werden. Einzelne Fächer und Förderschwerpunkte können zulassungsbeschränkt (NC) sein. 

Förderschwerpunkt 

  • Lernen (als Lehramtserweiterungsfach) 

Unterrichtsfächer (zwei wählen, freie Kombination) 

  • Mathematik
  • Deutsch
  • Biologie
  • Wirtschaft-Technik-Hauhalt/Soziales

Option: Weitere Fächer und Förderschwerpunkte sind in Planung. 

Klingt nach dir? Dein Studienplatz wartet.

Alle Infos zu Studium, Förderschwerpunkten und Bewerbung findest du direkt am Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig. oder du nutzt unsere Übersicht als ersten Orientierungspunkt.

Du willst noch tiefer ins Thema?

Zwei verlässliche Quellen direkt vom Freistaat: 

„Vielfalt als Chance“ – die SMK-Broschüre als PDF

Förderdiagnostik Sachsen – das Fachportal des LaSuB 

FAQ

FAQ zur Förderschule

Förderschulen unterrichten Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in spezialisierten Einrichtungen mit besonderer Ausstattung, kleineren Klassen und individuellen Förderplänen. In Regelschulen können Kinder und Jugendliche mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam inklusiv unterrichtet werden – dort arbeiten ebenfalls teilweise sonderpädagogisch ausgebildete Lehrkräfte. Als Förderschullehrkraft bist du für beide Settings qualifiziert. 

Insgesamt sind es sieben: Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache, Hören, Sehen, körperliche und motorische Entwicklung sowie geistige Entwicklung. Darüber hinaus gibt es zwei Förderbereiche: Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler sowie Autismus.

An der Universität Leipzig – am Institut für Förderpädagogik. Eine weitere Option bietet die Hochschule Zittau/Görlitz: Dort gibt es in Kooperation mit der Universität Leipzig das Lehramt Oberschule mit Sonderpädagogik – damit bist du später sowohl an Oberschulen als auch an Förderschulen und inklusiven Schulen einsetzbar. 

Du brauchst neben dem Abitur ein vierwöchiges Sozialpraktikum in einer Kinder-, Jugend- oder Sozialeinrichtung – spätestens bis zur Immatrikulation. Außerdem ist ein phoniatrisches Gutachten über deine Stimm- und Sprechfunktion verpflichtend. Einzelne Förderschwerpunkte und Fächer können darüber hinaus NC-beschränkt sein. 

Das Lehramt Sonderpädagogik hat für die einzelnen Förderschwerpunkte und Fächer teils einen NC – bitte informiere dich direkt bei der Universität Leipzig über die aktuellen Zulassungsbeschränkungen. 

Zehn Semester bis zur Ersten Staatsprüfung, danach folgt der 18-monatige Vorbereitungsdienst in Sachsen. 

Du wählst zwei Förderschwerpunkte – einer muss Lernen oder emotionale und soziale Entwicklung sein – und ein Unterrichtsfach der Oberschule oder der Grundschuldidaktik. Ausnahme: Der Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ist nicht mit Chemie, Informatik oder Physik kombinierbar. Die konkreten Kombinationen und mögliche NCs erfährst du direkt bei der Universität Leipzig bzw. der Hochschule Zittau/Görlitz. 

Sehr gut. Förderschullehrkräfte sind in Sachsen stark gesucht – bei Neueinstellungen können derzeit nur rund zwei Drittel der offenen Stellen besetzt werden. Wer das Referendariat erfolgreich abschließt, hat ausgezeichnete Chancen auf direkte Einstellung und Verbeamtung. 

Weitgehend schon. Da der Bedarf flächendeckend hoch ist, hast du eine große Wahlfreiheit – in Städten genauso wie im ländlichen Raum. Außerdem bist du als Förderschullehrkraft sowohl an Förderschulen als auch an Regelschulen mit Inklusionsprofil einsetzbar. 

Je nach Stärken und Interessen kannst du dich sehr unterschiedlich entwickeln: als Beratungslehrkraft mit Schwerpunkt sonderpädagogische Diagnostik, als Fachbereichsleitung für deinen Förderschwerpunkt, als Koordinatorin für inklusive Schulentwicklung oder als Fachberaterin beim LaSuB, um die Unterrichtsentwicklung und Förderqualität in der ganzen Region mitzugestalten. Wer an die Hochschule zurück möchte, findet am Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig außerdem Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung.

Bewerbungsportal

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