Infos finden

Du hast viele Fragen im Kopf und willst ALLES zum Lehramt in Sachsen wissen?

Finde hier deine Antworten.

Infos für Schüler*innen

  1. Du arbeitest mit Kindern und Jugendlichen
    Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht Spaß, stiftet Sinn und hält dich für immer jung.
  1. Du erhältst ein Top-Einstiegsgehalt
    In wenigen anderen Jobs wirst du bereits zu Beginn deiner Karrierelaufbahn ein so gutes Gehalt erzielen. Du bist finanziell und sozial bis ins Alter abgesichert.

  2. Du gestaltest die Schule von Morgen
    Im Klassenzimmer hast du die Gestaltungsfreiheit, wirklich Neues auszuprobieren. Das ist deine Chance, Schule und Lernen auf ein neues Level zu bringen.

  3. Deine Jobaussichten sind auf Jahre hinaus vielversprechend.
    Die aktuellen Prognosen zeigen: Wir brauchen dringend mehr Lehrkräfte für Sachsen!

  4. Deine Karrierechancen sind vielfältig
    Es liegt in deiner Hand, was du aus dem Lehrerberuf machst. Du kannst z. B. ins Leitungsteam aufsteigen, Studierende ausbilden oder für eine Zeit ins Ausland gehen.

  5. Deine Work-Life-Balance kann sich sehen lassen
    In kaum einem anderen Beruf lassen sich Familie, Freizeit und Arbeit so gut miteinander verbinden.

  6. Du erlebst jeden Tag etwas Neues
    Du arbeitest mit den unterschiedlichsten Menschen verschiedener Altersstufen in immer neuen Konstellationen zusammen: Das wird niemals langweilig!

  7. Du kannst bei deiner Familie und deinen Freunden bleiben
    Wenn du magst, kannst du als Lehrkraft ganz in der Nähe oder sogar direkt in deiner Heimat arbeiten.

4 Tipps für deine Entscheidung


Tipp 1:
Stell dir die folgenden Fragen:

  • Verstehst du Kinder und Jugendliche und bist gerne mit ihnen zusammen?
  • Magst du es, Dinge zu erklären? Macht es dir Spaß, dein Wissen zu teilen?
  • Bist du auch geduldig genug, das gleiche Thema mehrmals zu erklären?
  • Kannst du dich für Themen begeistern und andere weniger Interessierte mit deiner Begeisterung anstecken?
  • Bist du selbständig und strukturiert? Nimmst du gerne die Dinge selbst in die Hand?
  • Bist du offen, flexibel, konfliktfähig und belastbar?

Kannst du diese Fragen mit „Ja“ beantworten? Dann spricht aus deiner Sicht schon einmal sehr viel für den Lehrerberuf.


Tipp Nr. 2:
Sprich mit deinen Freundinnen und Freunden, deinen Eltern und natürlich Lehrerinnen und Lehrern über das Thema. Was denken sie? Würde dir der Beruf Spaß machen und dich erfüllen? Wie treffen sie ihre Berufsentscheidung, warum haben sie sich damals für den Lehrerberuf entschieden? Bereuen sie es jetzt?

Tipp Nr. 3: Probiere es einfach schon einmal aus, Lehrerin oder Lehrer zu sein. Du kannst zum Beispiel Nachhilfe für jüngere Schülerinnen und Schüler geben, Gruppen im Sportverein, im Jugendclub, in der Kirchgemeinde oder bei Kinder- und Jugendfreizeiten begleiten, bei den Pfadfindern mitmachen oder nach der Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr Pädagogik machen.

Tipp Nr. 4: Schau unbedingt hier (Link zu “Inspirieren lassen”) vorbei und lass dich von Lehrerinnen und Schülerinnen inspirieren, die bereits überzeugt sind. Teste dich und check schon mal aus, welcher Lehrertyp du wohl wärst (Verlinkung zu Quiz “Welcher Lehrertyp bist du“).

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Infos für Bewerberinnen und Bewerber

Deine Bewerbung in 3 Schritten

Deine Bewerbung als Lehrkraft in Sachsen kannst du bequem über das Onlineportal für den sächsischen Schuldienst einreichen. Dafür musst du dich einmalig registrieren und kannst dann in drei Schritten deine Bewerbung absenden:

  1. Dein passendes Bewerbungsverfahren auswählen
  2. Deine Bewerbungsdaten eingeben und Unterlagen hochladen
  3. Bewerbung zwischenspeichern oder direkt absenden

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren für den sächsischen Schuldienst bekommst du direkt auf dem Bewerbungsportal.

In wenigen anderen Jobs wirst du bereits zu Beginn deiner Karrierelaufbahn ein so gutes Gehalt erzielen (E 13 oder A 13). Um deine finanzielle und auch soziale Absicherung musst du dir dann keine Gedanken machen. Dabei ist es in Sachsen unerheblich, welche Schulart du unterrichtest: Wir wertschätzen alle Schularten finanziell gleich. Vollausgebildete Lehrerinnen und Lehrer werden für alle Schularten in Sachsen mit ihrem Berufsstart in der E 13 oder A 13 eingruppiert. Weitere Informationen zum Gehalt findest du auf der Website des Sächsischen Landesamtes für Steuern und Finanzen unter der Überschrift Tabelle TV-L sowie auf der Website des Öffentlichen Dienstes Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder.

An deiner Schule stehen dir, je nach Schulart, verschiedene fachliche Entwicklungsmöglichkeiten, wie Oberstufenberatung, Fachleitung oder Beratungslehrer offen. Du kannst dich auch zur Mentorin oder zum Mentor für Lehramtsanwärterinnen und -anwärter sowie Seiteneinsteigende weiterentwickeln. Über die Schulen hinaus gibt es zudem die Möglichkeit, als Fachberatung für ein bestimmtes Unterrichtsfach für die Schulaufsicht tätig zu werden. Für Lehrerinnen und Lehrer, die verstärkt Management- und Führungsaufgaben wahrnehmen möchten, ist auch die Entwicklung in Richtung Schulleitung oder stellvertretende Schulleitung eine interessante Option. Natürlich hast du auch immer die Möglichkeit, dich individuell weiterzubilden, neue Projekte in und außerhalb der Schule ins Leben zu rufen oder für eine Zeit ins Ausland zu gehen. Es warten zahlreiche Möglichkeiten auf dich!

Die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung ist schulartabhängig und beträgt für die

  • Grundschule: 27 Unterrichtsstunden
  • Oberschule, Gymnasium und berufsbildende Schule: 26 Unterrichtstunden
  • Förderschule: 25 Unterrichtsstunden

Darüber hinaus werden für bestimmte schulische Aufgaben und ab einem gewissen Alter Anrechnungsstunden gewährt, die die Unterrichtsverpflichtung vermindern. Das gilt zum Beispiel für diese Aufgaben:

  • Beratungslehrertätigkeit
  • Pitko (verantwortlich für die gesamte schulische digitale Infrastruktur)
  • Fachberatung

Ja, es gibt die Möglichkeit, dich während deiner Berufseinstiegsphase professionell begleiten zu lassen.

  1. Auf der Lernplattform Startklar findest du ein vielfältiges Angebot, das wie ein Baukastensystem aufgebaut ist. Hier kannst du dir maßgeschneiderte Fortbildungen ganz nach deinen individuellen Wünschen zusammenstellen und dir so ein umfangreiches Programm für deinen Berufseinstieg gestalten. 
  2. Das Programm bbeph läuft über einen Zeitraum von zwei Schuljahren. Erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen sowie Psychologinnen und Psychologen betreuen dich und arbeiten mit dir an Themen wie Selbst- und Zeitmanagement, Gesundheit, Umgang mit Störungen und Konflikten, Kommunikationsstrategien, Elternarbeit und Umgang mit Heterogenität. Einen Überblick über das Trainingsprogramm sowie das Anmeldeformular findest du hier.

Bis zum Jahre 2025 scheiden jährlich ca. 1300 Lehrkräfte altersbedingt aus dem sächsischen Schuldienst aus. Im gleichen Zeitraum ist ein Anstieg der Schülerzahlen um 10 – 15 % prognostiziert. Deshalb ist der Einstellungsbedarf für Lehrerinnen und Lehrer gegenwärtig sachsenweit sehr hoch. Diese Tendenz wird noch mindestens für die nächsten 8 Jahre anhalten.

Regionalspezifisch sind die Einstellungsmöglichkeiten außerhalb der Ballungszentren Dresden und Leipzig besonders gut.

Schulartspezifisch liegen die Bedarfsschwerpunkte gegenwärtig bei den Oberschulen, Grundschulen und Förderschulen.

Fächerspezifisch ist an allen weiterführenden Schulen der Bedarf an Lehrkräften für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und Fremdsprachen besonders groß. Für die berufsbildenden Schulen gibt es Einstellungsbedarf insbesondere in den gewerblich-technische Fachrichtungen, wie Metall- und Maschinentechnik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik.

Auch an Schulen in freier Trägerschaft bestehen ebenfalls vielfältige Einstellungsoptionen. 

Nähere Informationen zum Bedarf bekommst du hier. Über die aktuellen Einstellungsmöglichkeiten im sächsischen Schuldienst kannst du dich am besten direkt im Bewerbungsportal informieren.

Die Regionen zu den einzelnen Standorten des Landesamtes für Schule und Bildung (Bautzen, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Zwickau) findest du auf der Karte zum Download hier.

Man kann bei der Verbeamtung zwei Arten unterscheiden:

  1. Verbeamtung von neu eingestellten Lehrkräften: Hierbei werden die Voraussetzungen für eine Verbeamtung zunächst geprüft. Diese Prüfung übernimmt das Landesamt für Schule und Bildung. Infrage kommende Bewerberinnen und Bewerber werden informiert.
  2. Verbeamtung von Bestandlehrkräften: Befindest du dich in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis mit dem Freistaat Sachsen, kannst du bei Wunsch einer Verbeamtung einen Antrag stellen. Dieser ist formlos und wird am zuständigen Standort des Landesamtes für Schule und Bildung gestellt.

In erster Linie sollen sie ihre Aufgaben unparteiisch und gerecht erfüllen. Das heißt auch, dass sie sich bei politischer Betätigung zurückhalten. Auch außerhalb des Beamtendienstes sind sie zu achtungs- und vertrauenswürdigem Verhalten verpflichtet.

Beamtete Lehrkräfte können im Wege der Abordnung oder Versetzung auch ohne ihre Zustimmung an einer anderen Schule eingesetzt werden, wenn es dafür dienstliche Gründe (insb. zur Unterrichtsabsicherung) gibt. Entsprechendes gilt für tarifbeschäftigte Lehrkräfte.

Du hast noch offene Fragen zur Verbeamtung? Dann wende dich bitte per E-Mail an deinen zuständigen Standort des Landesamtes für Schule und Bildung:

Es gibt eine Grundvoraussetzung, die für eine Übernahme verbeamteter Lehrkräfte aus anderen Bundesländern erfüllt sein muss: Das abgebende Land muss eine Freigabeerklärung ausstellen. Das kann sowohl im Rahmen eines regulären Bewerbungsverfahren oder eines Lehrertauschverfahrens stattfinden. Die Freigabeerklärung erfolgt durch die zuständige Schulbehörde, wo du auch den Antrag stellen musst. Liegt dir die Freigabeerklärung vor, kannst du im nächsten Schritt die Teilnahme am Lehrertauschverfahren beantragen. Nähere Infos zum Lehrertauschverfahren findest du hier.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit der Freigabeerklärung des bisherigen Dienstherrn für den sächsischen Schuldienst zu bewerben.

Als verbeamtete Person besteht für dich der Grundsatz der Eigenvorsorge. Das heißt: Im Krankheits- oder Pflegefall musst du dich aus eigenen Dienstbezügen um deine Versorgung kümmern. Allerdings kann dir in einem solchen Fall „Beihilfe“ geleistet werden. Das ist eine ergänzende Fürsorgeleistung durch den Dienstherrn. Dabei können zwischen 50 und 80% der Aufwendungen im Krankheitsfall für die verbeamtete Person sowie deren Partner und Kinder erstattet werden.

Eine private Krankenversicherung wird empfohlen. Alternativ ist auch eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung möglich. Der Nachteil: Für Verbeamtete entfällt dabei der für Tarifbeschäftigte gezahlte Arbeitgeberanteil. Grundsätzlich solltest du dir aber verschiedene Tarife und Versicherungsleistungen anschauen. Schließlich spielen Faktoren wie die familiären Verhältnisse, das Alter oder Vorerkrankungen eine Rolle bei der Auswahl. 

Alle bisherigen Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung bleiben erhalten. Sind alle Voraussetzungen erfüllt (also das Erreichen der Altersgrenze und Mindestanwartschaftszeiten), wird die gesetzliche Rente ungekürzt ausgezahlt.
Wirst du verbeamtet, entfällt die Pflichtversicherung bei der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder). Bereits erworbene Versicherungsansprüche bleiben dir erhalten.

Innerhalb einer Besoldungsgruppe gibt es mehrere Stufen, auf denen du anhand deiner Erfahrung zugeordnet wirst. Das heißt: Je nach dienstlicher Erfahrung wird dein Grundgehalt bemessen. Der Aufstieg in den Stufen beginnt grundsätzlich mit dem Wirksamwerden der Ernennung. Es wird auch berücksichtigt, ob du zuvor bereits im öffentlichen Dienst als Lehrerin oder Lehrer tätig warst.

In wenigen anderen Jobs wirst du bereits zu Beginn deiner Karrierelaufbahn ein so gutes Gehalt erzielen (E 13 oder A 13, Vollzeit). In Sachsen werden die Lehrkräfte aller Schularten einheitlich im Eingangsamt A 13 verbeamtet. Eine spätere Einordnung in die A 14 ist möglich. Welche konkreten Euro-Beträge aktuell zu den einzelnen Besoldungsgruppen und Erfahrungsstufen gehören, ist hier zu finden.

Möchtest du verbeamtet werden, musst du zunächst ein Beamtenverhältnis auf Probe durchlaufen. Verbeamtet auf Probe ist, wer den Vorbereitungsdienst erfolgreich abgeschlossen hat. Die reguläre Probezeit geht 3 Jahre. Sie kann aber auch auf ein Jahr gekürzt werden: Das geht durch die Anrechnung von Zeiten im öffentlichen Dienst, die der Tätigkeit in der Laufbahn gleichwertig sind.
Bewährst du dich in der Probezeit, wirst du in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen. Kannst du dich am Ende der Probezeit noch nicht bewähren, ist eine Verlängerung der Probezeit auf bis zu 5 Jahre möglich. Hast du dich in der Probezeit nicht bewährt, wirst du entlassen. Zuvor bestehende Beschäftigungsverhältnisse werden nicht automatisch wieder hergestellt.

­Du kannst verbeamtet werden, wenn…

  • du die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen Mitgliedsstaats der EU besitzt,
  • du dich verpflichtest, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten,
  • du eine vorgeschriebene Laufbahnbefähigung besitzt (im Sinne eines erforderlichen Lehramtsabschlusses)
  • und du gesundheitlich geeignet bist. Das wird in einer ärztlichen Untersuchung festgestellt.
  • du das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet hast.

Lehrkräfte mit einer ausländischen Berufsqualifikation müssen einen anerkannten Berufsabschluss nachweisen. Nähere Informationen hierzu findest du dazu auf dem Serviceportal Amt24.

  1. Alle neu eingestellten vollständig ausgebildeten Lehrkräfte, die das 42. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Einstellung noch nicht vollendet haben. Neueinstellungen von Lehrkräften erfolgen regulär im Beamtenverhältnis auf Probe.
  2. Alle Lehrkräfte, die bereits unbefristet im sächsischen Schuldienst tätig sind und die das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können auf Antrag verbeamtet werden. Mit der Ernennung zur Beamtin oder zum Beamten auf Probe erlischt das bisherige Arbeitsverhältnis mit dem Freistaat Sachsen.
  3. In den sächsischen Schuldienst als Seiteneinsteiger eingestellte Lehrkräfte können verbeamtet werden, wenn sie über die berufsbegleitende Qualifizierung – je nach Vorqualifikation – einen der grundständigen Lehramtsausbildung gleichgestellten pädagogischen Abschluss erreicht und zu diesem Zeitpunkt das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Der Freistaat Sachsen übernimmt auch bereits verbeamtete Lehrkräfte aus anderen Bundesländern.

Ausnahmen von der Altersgrenze sind gemäß § 7 Abs. 2 Sächsisches Beamtengesetz nur in besonders begründeten Fällen möglich.

Nein. Grundsätzlich ist die allgemeine Hochschulreife die Voraussetzung für ein Lehramtsstudium, aber auch ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium oder eine fachgebundene Hochschulreife berechtigen zum Lehramtsstudium (bestimmter Fächer). Für die Fächer Kunst, Sport und Musik gibt es Eignungstests.

Auch für den Seiteneinstieg in den Lehrerberuf ist in Sachsen ein Hochschulstudium an einer Universität, Kunst- oder Fachhochschule, das mit einem Master, Magister oder Diplom abgeschlossen wurde, die Grundvoraussetzung. Ausländische Hochschulabschlüsse, die diesen Kriterien genügen, werden ebenfalls anerkannt. Zusätzlich sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 vorzuweisen.

Ja. Sachsen fehlen in jedem Einstellungsverfahren noch immer grundständig ausgebildete Lehrkräfte. Gerade in diesen Zeiten braucht es Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die unverzichtbar sind, damit der Schulbetrieb in Sachsen aufrechterhalten werden kann.

Grundvoraussetzung für den Seiteneinstieg in den Lehrerberuf ist ein Hochschulstudium an einer Universität, Kunst- oder Fachhochschule, das mit einem Master, Magister oder Diplom abgeschlossen wurde. Ausländische Hochschulabschlüsse, die diesen Kriterien genügen, werden ebenfalls anerkannt. Zusätzlich sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 vorzuweisen.

Es gibt für den Seiteneinstieg keine Altersbegrenzung.

Derzeit werden Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zum 1. Mai und 1. November eines Jahres eingestellt. Diese sind gleichzeitig auch die Starttermine der dreimonatigen Einstiegsfortbildung.

Eine Bewerbung für den Seiteneinstieg Lehramt ist jederzeit möglich und kann über das Bewerbungsportal für den sächsischen Schuldienst eingereicht werden. Hier findest du auch alle weiteren Hinweise und Informationen zur Einstellung.

  • Die wissenschaftliche Ausbildung findet an den lehrerausbildenden Universitäten in Sachsen (TU Chemnitz, TU Dresden oder Universität Leipzig) an zwei Tagen in der Woche statt. Drei Tage sind für die eigene Unterrichtstätigkeit an deiner Einsatzschule vorgesehen.
  • Während deiner schulpraktischen Ausbildung bzw. deines berufsbegleitenden Vorbereitungsdienstes erfolgen die Lehrveranstaltungen an einem Tag pro Woche in einer der Lehrerausbildungsstätten in Sachsen. Diese befinden sich in Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden, Leipzig oder Löbau. Vier Tage sind der eigenverantwortlichen Lehrtätigkeit an der Einsatzschule vorbehalten.

Deine wissenschaftliche Ausbildung dauert in der Regel vier Semester.

Deine schulpraktische Ausbildung bzw. dein berufsbegleitender Vorbereitungsdienst werden in der Regel in zwölf Monaten absolviert.

In Abhängigkeit von deiner Vorqualifikation kann die Gesamtausbildungsdauer daher zwischen zwölf Monaten und fünf Jahren betragen.

Je nach vorhandener Qualifikation und der Einsatzschulart ist das Absolvieren einzelner Qualifizierungsmaßnahmen notwendig:

  • Wissenschaftliche Ausbildung (Studium eines Faches oder Förderschwerpunktes)
  • Schulpraktische Ausbildung oder berufsbegleitender Vorbereitungsdienst

Die Abfolge und der Umfang der notwendigen Qualifizierung variieren dabei je nach deiner individuellen Vorqualifikation.

Deine individuelle Eingruppierung erfolgt in Abhängigkeit von deiner konkreten Tätigkeit in der jeweiligen Einsatzschulart und deinen bisherigen Ausbildungsabschlüssen (d. h. mindestens in die Entgeltgruppe 10).

Nach deiner Einstellung in den Schuldienst absolvierst du zunächst eine dreimonatige Einstiegsfortbildung, die das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) für dich organisiert. In dieser Phase vermitteln dir erfahrene Lehrkräfte Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu wesentlichen Abläufen des Schulalltags und der Unterrichtsgestaltung. Darüber hinaus steht dir für zwei Schulhalbjahre eine Mentorin oder ein Mentor an deiner Schule zur Verfügung. Deine Schulleitung sowie die Fachberatung stehen dir ebenfalls unterstützend zur Seite.

Nach Absolvierung der dreimonatigen Einstiegsfortbildung, kannst du einen Antrag auf Teilzeit stellen.

Die Probezeit ist im TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder) geregelt und beträgt derzeit sechs Monate.

Die Einstellung von Seiteneinsteigenden ins Lehramt erfolgt zunächst in einem für die Dauer von zwei Jahren befristeten Arbeitsverhältnis. Eine Entfristung erfolgt bei entsprechender Bewährung spätestens nach zwei Jahren.

Ein besonderes Interesse an Einstellungen besteht außerhalb der Großstädte Dresden und Leipzig. Deshalb erhöhst du deine Einstellungschancen deutlich, wenn du regional flexibel bist. Besonderen Bedarf gibt es hier an Ober-, Grund- und Förderschulen.

Grundlage für die Bewertung stellt die Lehramtsprüfungsordnung I (LAPO I) dar. Für eine Fachanerkennung müssen Inhalt und Umfang der bereits erbrachten Studienleistungen im Wesentlichen mit den Anforderungen der LAPO I im jeweiligen Fach der entsprechenden Schulart übereinstimmen.
Die Prüfung auf Fachanerkennung erfolgt ausschließlich im Rahmen deiner Bewerbung für den Seiteneinstieg durch das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB).

Es gibt für den Seiteneinstieg keine Altersbegrenzung.

Hast du:

  • Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Menschen, besonders Kindern und Jugendlichen?
  • Freude daran, Wissen weiterzugeben?
  • Starke Nerven und eine Portion Humor?
  • Ein gutes Zeitmanagement?
  • Durchhaltevermögen und eine hohe Motivation für den anspruchsvollen Weg eines Seiteneinsteigers?
  • Ggf. schon pädagogische Erfahrungen?

Und bist du:

  • konfliktfähig, belastbar und flexibel?
  • bereit, den Lehrauftrag an einem Einsatzort entsprechend des aktuellen Bedarfs in Sachsen auszuführen?

Wenn das alles auf dich zutrifft, könnte der Lehrerberuf für dich das Richtige sein!

Wenn du im Vorfeld die Möglichkeit hast, praktische Erfahrungen zu sammeln und ein Gefühl für den Lehrberuf zu bekommen, dann sollten du dies unbedingt nutzen. Das kann zum Beispiel eine Tätigkeit im Rahmen der Ganztagsangebote an Schulen sein, als Vertretungslehrkraft im Rahmen der Unterrichtsversorgung oder als Teach First Deutschland Fellow.

Standort Bautzen

E-Mail: anfragen-b@lasub.smk.sachsen.de

Telefon: 03591 621-427

Standort Chemnitz

E-Mail: anfragen-c@lasub.smk.sachsen.de

Telefon: 0371 5366-312

Standort Dresden

E-Mail: anfragen-d@lasub.smk.sachsen.de

Telefon: 0351 8439-482

Standort Leipzig

E-Mail: anfragenl@lasub.smk.sachsen.de

Telefon: 0341 4945-784

Standort Zwickau

E-Mail: anfragen-z@lasub.smk.sachsen.de

Telefon: 0375 4444-187

Du kannst auch nach einem individuellen Beratungsgespräch mit dem Koordinator bzw. der Koordinatorin für Seiteneinstieg an den einzelnen Standorten des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) fragen.

Bei konkreten Anfragen zur Einstiegsfortbildung melde dich bitte bei anfragen-r@lasub.smk.sachsen.de oder telefonisch unter 0351 8324-424.

Wenn du Interesse am Lehrerberuf in Sachsen hast, kannst du dich im ersten Schritt bei der Anerkennungsberatung der IBAS informieren. IBAS kann auch helfen, passende Sprachkurse zu finden

Alle wichtigen Informationen über das sächsische Berufsanerkennungsverfahren findest du im Serviceportal Amt24.

Auch Lehrerinnen und Lehrer aus dem Ausland sind in Sachsen herzlich willkommen und haben beste Berufsperspektiven. Besonders gute Einstellungsmöglichkeiten gibt es an den Grundschulen (Primarstufe; 1. bis 4. Klassenstufe) und an den Oberschulen (Sekundarstufe 1; 5. bis 10. Klassenstufe). Hier erfährst du noch mehr über das sächsische Schulsystem.

Für die Qualifizierung von Seiteneinsteigenden in den Lehrerberuf im Freistaat Sachsen sind folgende Rechtsgrundlagen maßgeblich:

Infos für Schülerinnen und Schüler

  1. Du arbeitest mit Kindern und Jugendlichen. Das macht Spaß, stiftet Sinn und hält dich selbst jung.
  2. Du erhältst ein Top-Einstiegsgehalt: In wenigen anderen Jobs wirst du bereits zu Beginn deiner Karrierelaufbahn ein so gutes Gehalt erzielen. Du bist finanziell und sozial bis ins Alter abgesichert.
  3. Du gestaltest die Schule von Morgen. Im Klassenzimmer hast du die Gestaltungsfreiheit, wirklich Neues auszuprobieren. Das ist deine Chance, Schule und Lernen auf ein neues Level zu bringen.
  4. Deine Jobaussichten sind auf Jahre hinaus vielversprechend. Die aktuellen Prognosen zeigen: Wir brauchen dringend mehr Lehrkräfte für Sachsen.
  5. Deine Karrierechancen sind vielfältig. Es liegt in deiner Hand, was du aus dem Lehrerberuf machst. Du kannst z. B. ins Leitungsteam aufsteigen, Studierende ausbilden oder für eine Zeit ins Ausland gehen.
  6. Deine Work-Life-Balance kann sich sehen lassen. In kaum einem anderen Beruf lassen sich Familie, Freizeit und Arbeit so gut miteinander verbinden.
  7. Du erlebst jeden Tag etwas Neues. Du arbeitest mit den unterschiedlichsten Menschen verschiedener Altersstufen in immer neuen Konstellationen zusammen: Das wird niemals langweilig!
  8. Du kannst für immer bei deiner Familie und deinen Freunden bleiben. Wenn du magst, kannst du als Lehrkraft ganz in der Nähe oder sogar direkt in deiner Heimat arbeiten.

Tipp 1: Stell dir die folgenden Fragen: Verstehst du Kinder und Jugendliche und bist gerne mit ihnen zusammen? Magst du es, Dinge zu erklären? Macht es dir Spaß, dein Wissen zu teilen? Bist du geduldig genug, das gleiche Thema mehrmals zu erklären? Kannst du dich für Themen begeistern und weniger Interessierte mit deiner Begeisterung anstecken? Bist du selbständig und strukturiert? Nimmst du Dinge gerne selbst in die Hand? Bist du offen, flexibel, konfliktfähig und belastbar? Kannst du diese Fragen mit „Ja“ beantworten? Dann spricht aus deiner Sicht schon sehr viel für den Lehrerberuf.

Tipp 2: Sprich mit deinen Freundinnen und Freunden, deinen Eltern und natürlich Lehrerinnen und Lehrern über das Thema. Was denken sie? Würde dir der Beruf Spaß machen und dich erfüllen? Wie treffen sie ihre Berufsentscheidung, warum haben sie sich damals für den Lehrerberuf entschieden? Bereuen sie es jetzt?

Tipp 3: Probiere einfach schon einmal aus, Lehrerin oder Lehrer zu sein. Du kannst zum Beispiel jüngeren Schülerinnen und Schülern Nachhilfe geben, Gruppen im Sportverein, im Jugendclub, in der Kirchgemeinde oder bei Kinder- und Jugendfreizeiten begleiten, bei den Pfadfindern mitmachen oder nach der Schule ein Freiwilliges soziales Jahr Pädagogik machen.

Tipp 4: Schau unbedingt hier vorbei und lass dich von Menschen inspirieren, die bereits überzeugt sind. Teste dich und check aus, welcher Lehrertyp du wohl wärst.

Das Schöne an diesem Beruf ist, dass er nie langweilig wird, denn deine Aufgaben sind vielfältig und abwechslungsreich:

  • Du planst und organisierst deinen Unterricht selbstständig. Dabei orientierst du dich an den Richtlinien deiner Schule und am sächsischen Lehrplan.
  • Du förderst die Fähigkeiten jeder Schülerin und jedes Schülers und unterstützt sie dabei, selbständig zu werden.
  • Du sorgst für eine gute und vertrauensvolle Lernatmosphäre in deinem Unterricht.
  • Du bist eine wichtige Bezugsperson. Du berätst, tröstest, stärkst und motivierst.
  • Du vermittelst grundlegende Werte wie Zusammenhalt, Gerechtigkeit und Toleranz.
  • Du bringst deinen Schülerinnen und Schülern bei, Konflikte selbständig zu lösen und unterstützt sie dabei, Streitigkeiten zu moderieren und zu schlichten.
  • Du informierst und berätst Eltern, leitest Elternabende, beurteilst persönliche und schulische Entwicklungen und klärst Fragen zur Schullaufbahn.
  • Du planst und gestaltest Projekte, Klassenfahrten, Schulfeste und vieles mehr.
  • Du besuchst regelmäßig Weiterbildungen und tauschst dich mit deinen Kolleginnen und Kollegen in verschiedenen Fachgruppen aus.
  • Gemeinsam mit den anderen Lehrkräften sorgst du dafür, dass deine Schule und der Unterricht up-to-date sind.

Dein Tagesablauf als Lehrkraft hängt stark von der jeweiligen Schulart ab. Hier findest du beispielhaft einen möglichen Arbeitstag eines Oberschullehrers:

7:00 Uhr
Ankunft an der Schule: Du legst dir deine Unterlagen und Materialien für deinen Unterricht zurecht und tauschst dich mit deinen Kolleginnen und Kollegen aus.

7:30 Uhr
Dein Unterricht beginnt: Ab jetzt unterrichtest du stundenweise unterschiedliche Schulklassen in deinen gewählten Fächern.

11:40 Uhr
In einer Sprechstunde nimmst du dir Zeit für Fragen von Schülerinnen und Schülern. Du hast ein offenes Ohr für aktuelle Probleme und kannst wertvolles Feedback für deinen Unterricht bekommen. Gleichzeitig lernst Du die Kinder und Jugendlichen außerhalb des normalen Unterrichts besser kennen.

12:25 Uhr
Einer deiner Kollegen ist erkrankt, daher übernimmst du seine Vertretung in Mathematik.

14:10 Uhr
Die letzte Unterrichtsstunde ist beendet.

14:15 Uhr
Nun bleibt dir noch Zeit, um dich mit deinen Kolleginnen und Kollegen über den Arbeitstag auszutauschen und einen Blick auf den morgigen Stundenplan zu werfen. Zudem kann es sein, dass am Nachmittag noch eine Konferenz oder ein Fachtreffen mit deinen Kolleginnen und Kollegen und der Schulleitung ansteht.

nachmittags/abends
Je nach Lebenssituation und Interesse gestaltest du die Zeit nach Unterrichtsschluss frei und eigenständig. Du kannst deinen Hobbys nachgehen, Zeit mit deiner Familie und deinen Freunden verbringen oder eine weitere Arbeitssession zu Hause einplanen. Zu tun ist sicherlich noch etwas: Klassenarbeiten korrigieren, Elterngespräche führen, deinen Unterricht für den nächsten Tag planen oder Tests und Klassenausflüge vorbereiten.

In wenigen anderen Jobs wirst du bereits zu Beginn deiner Karrierelaufbahn ein so gutes Gehalt erzielen (E 13 oder A 13). Um deine finanzielle und auch soziale Absicherung musst du dir dann keine Gedanken machen. Dabei ist es in Sachsen unerheblich, welche Schulart du unterrichtest: Wir wertschätzen alle Schularten finanziell gleich. Vollausgebildete Lehrerinnen und Lehrer werden für alle Schularten in Sachsen mit ihrem Berufsstart in der E 13 oder A 13 eingruppiert. Weitere Informationen zum Gehalt findest du auf der Website des Sächsischen Landesamtes für Steuern und Finanzen unter der Überschrift Tabelle TV-L sowie auf der Website des Öffentlichen Dienstes Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder.

Deine Arbeit als Lehrerin oder Lehrer wird stark bestimmt von der Schulart, für die du dich entscheidest. Hier solltest du für dich herausfinden, wo deine Interessen und Prioritäten liegen, ob du vor allem pädagogisch arbeiten möchtest oder dich eher die thematische Arbeit interessiert und mit welchen Altersgruppen du gerne zusammenarbeiten möchtest.

Die Grundschule

In die Grundschule gehen Kinder zwischen sechs und ca. zehn Jahren. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, ist es wichtig, Neugierde und persönliche Stärken zu fördern. Hier sind also dein Einfühlungsvermögen gegenüber jüngeren Kindern und deine kreative Unterrichtsgestaltung gefragt. Liegt dir all das am Herzen, dann ist das „Lehramt an Grundschulen“ vielleicht etwas für dich? Mehr Informationen findest du hier.

Die Oberschule

In der Oberschule vermittelst du Jugendlichen allgemeines und berufsvorbereitendes Wissen.  Wenn du dich pädagogisch und sozial für deine Schülerinnen und Schüler engagieren und sie auf dem Weg ins Berufsleben begleiten möchtest, könnte das „Lehramt an Oberschulen“ das Richtige für dich sein. Noch mehr Infos bekommst du hier.

Das Gymnasium

Hier arbeitest du mit besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern zusammen, vermittelst eine vertiefende Allgemeinbildung und bereitest sie auf ein Studium vor. Wenn du die Stärken und das eigenverantwortliche Lernen fördern sowie soziale und fachliche Kompetenzen stärken möchtest, ist der Studiengang „höheres Lehramt an Gymnasien“ perfekt für dich geeignet. Neugierig? Dann schau hier vorbei.

Die berufsbildende Schule

An den berufsbildenden Schulen liegt der Fokus auf der Berufsvorbereitung, der beruflichen Grund-, Aus- und Weiterbildung sowie der Studienqualifizierung. Du arbeitest an der Schnittstelle zwischen Schule und Unternehmen und gestaltest deinen Unterricht eher praxisorientiert. Damit das gelingt, kooperierst du mit vielen außerschulischen Partnern und begleitest junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen beim Start ins Berufsleben. Das wäre etwas für dich? Dann könnte der Studiengang „Höheres Lehramt an berufsbildenden Schulen“ die richtige Wahl für dich sein. Wenn du mehr erfahren möchtest, klick hier.

Die Förderschule

An einer Förderschule arbeitest du mit Schülerinnen und Schülern, die einen besonderen Förderbedarf haben, z. B., weil sie durch körperliche oder geistige Beeinträchtigungen individuelle Hilfe und Lernmittel benötigen. Inzwischen gibt es auch inklusive Schulkonzepte, bei denen Kinder mit und ohne Förderbedarf zusammen unterrichtet werden. Auch hier kannst du als Sonderpädagogin oder -pädagoge aktiv werden. Wenn dich der soziale Aspekt am Lehramt reizt, du gerne Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung in ihrer Entwicklung unterstützen möchtest, soziale Bindungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen fördern und dich für Inklusion stark machen willst, solltest du dir den Studiengang „Lehramt Sonderpädagogik“ unbedingt hier näher anschauen.

Die Gemeinschaftsschule

An einer Gemeinschaftsschule werden die Kinder über die Grundschule hinaus gemeinsam unterrichtet. Dadurch entfällt die Entscheidung für eine weiterführende Schule nach der 4. Klasse. Trotzdem werden die Kinder ihren Leistungsmöglichkeiten entsprechend unterrichtet und gefördert. Die Lehrkräfte bereiten sie jeweils auf Haupt-, Real- oder Gymnasialabschluss in derselben Klasse vor. Das geschieht, in dem die Kinder differenziertes Unterrichtsmaterial erhalten und teils in Kursen unterrichtet werden. Wenn du zu dieser Schulart mehr erfahren möchtest klick hier.

An deiner Schule stehen dir, je nach Schulart, verschiedene fachliche Entwicklungsmöglichkeiten, wie Oberstufenberatung, Fachleitung oder Beratungslehrer offen. Du kannst dich auch zur Mentorin oder zum Mentor für Lehramtsanwärterinnen und -anwärter sowie Seiteneinsteigende weiterentwickeln. Über die Schulen hinaus gibt es zudem die Möglichkeit, als Fachberatung für ein bestimmtes Unterrichtsfach für die Schulaufsicht tätig zu werden. Für Lehrerinnen und Lehrer, die verstärkt Management- und Führungsaufgaben wahrnehmen möchten, ist auch die Entwicklung in Richtung Schulleitung oder stellvertretende Schulleitung eine interessante Option. Natürlich hast du auch immer die Möglichkeit, dich individuell weiterzubilden, neue Projekte in und außerhalb der Schule ins Leben zu rufen oder für eine Zeit ins Ausland zu gehen. Es warten zahlreiche Möglichkeiten auf dich!

Die Voraussetzungen:

Grundsätzlich ist die allgemeine Hochschulreife die Voraussetzung für ein Lehramtsstudium, aber auch ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium oder eine fachgebundene Hochschulreife berechtigen zum Lehramtsstudium (bestimmter Fächer). Für die Fächer Kunst, Sport und Musik gibt es Eignungstests. In Sachsen kannst du Lehramt in Chemnitz (Lehramt an Grundschulen), Dresden (Lehramt an Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien, berufsbildenden Schulen) und Leipzig (Lehramt an Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien, Förderschulen, berufsbildenden Schulen) studieren.

Auch für den Seiteneinstieg in den Lehrerberuf ist in Sachsen ein Hochschulstudium an einer Universität, Kunst- oder Fachhochschule, das mit einem Master, Magister oder Diplom abgeschlossen wurde, die Grundvoraussetzung. Ausländische Hochschulabschlüsse, die diesen Kriterien genügen, werden ebenfalls anerkannt. Zusätzlich sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 vorzuweisen.

Weitere Informationen erhältst du bei den Studienberatungen der einzelnen Universitäten:

Nach deinem Studium bewirbst du dich beim Landesamt für Schule und Bildung. Bei deiner Bewerbung kannst du konkrete Einsatzwünsche angeben, die, soweit möglich, auch berücksichtigt werden. Allerdings sind Bewerbungen für eine konkrete Schule nicht vorgesehen: Stattdessen bewirbst du dich für eine der Regionen Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau oder Bautzen. Dieses Vorgehen hilft dabei, alle Schulen in Sachsen gleichermaßen mit Lehrkräften zu „versorgen“, so dass für alle Fächer auch tatsächlich Lehrerinnen oder Lehrer zur Verfügung stehen und die Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler garantiert werden kann.

In den Schulferien hast du nicht automatisch Urlaub. Wie jedem Arbeitnehmenden steht dir eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen zu. Der Erholungsurlaub beträgt für Beamte und Tarifbeschäftigte, deren regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf fünf Tage in der Kalenderwoche verteilt ist,

  • bis zum vollendetem 30. Lebensjahr 26 Arbeitstage,
  • bis zum vollendeten 40. Lebensjahr 29 Arbeitstage,
  • ab vollendetem 40. Lebensjahr 30 Arbeitstage.

Diese musst du in den Schulferien nehmen. Die anderen Ferientage nutzt du dann für die Unterrichtsvorbereitung oder andere schulische Aufgaben. Darüber hinaus gleichst du in dieser Zeit deine geleistete Mehrarbeit während der Schulzeit aus: Denn im normalen Schulalltag arbeitest du mit den Unterrichtsstunden, der Unterrichtsvorbereitung, den Korrekturen, Lehrerkonferenzen, Elternsprechzeiten oftmals mehr als acht Stunden am Tag

Du kannst in Chemnitz, Dresden und Leipzig Lehramt studieren:  

Erste Phase:
Die Dauer deines Studiums hängt von der Schulart ab. Für ein Lehramtsstudium an Grundschulen benötigst du in der Regel acht Semester, an Oberschulen neun und für das Lehramt an Gymnasien, berufsbildenden Schulen sowie Sonderpädagogik zehn Semester. Diese Phase schließt du mit der Ersten Staatsprüfung ab.

Zweite Phase:
Im Anschluss an das Studium absolvierst du den Vorbereitungsdienst (Referendariat) im studierten Lehramt an einer Schule und einer Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung in Annaberg, Chemnitz, Dresden, Löbau oder Leipzig. Der Vorbereitungsdienst in Sachsen dauert 18 Monate und verteilt sich über drei Unterrichtshalbjahre. Er schließt mit der zweiten Staatsprüfung ab.

Wichtig ist, dass du vor allem Fächer wählst, für die du dich besonders interessierst und für die du andere begeistern kannst. Unser Fächerquiz hilft dir dabei, die richtige Wahl zu treffen.

Beachte bei deiner Wahl unbedingt, welche Fächer am meisten nachgefragt sind und somit auch am meisten gebraucht werden. In diesen Fächern ist der Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern am höchsten.

Du möchtest weitere Entscheidungshilfen für die Wahl deiner Fächer? Dann bitte hier entlang.

Bewerben kannst du dich mit deinem Abiturzeugnis oder einer vergleichbaren Hochschulzugangsvoraussetzung. Bitte beachte: Für die Fächer Kunst, Sport und Musik gibt es Eignungstests.

Weitere Informationen erhältst du bei den Studienberatungen der einzelnen Universitäten:

Die Dauer deines Studiums hängt von der Schulart ab. Für ein Lehramtsstudium an Grundschulen benötigst du in der Regel acht Semester, an Oberschulen neun und für das Lehramt an Gymnasien, berufsbildenden Schulen sowie Sonderpädagogik zehn Semester.

Im Anschluss an das Studium absolvierst du dann noch den Vorbereitungsdienst (Referendariat) im studierten Lehramt an einer Schule und einer Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung in Annaberg, Chemnitz, Dresden, Löbau oder Leipzig. Der Vorbereitungsdienst in Sachsen dauert 18 Monate und verteilt sich über drei Unterrichtshalbjahre. Er schließt mit der zweiten Staatsprüfung ab.

Insgesamt studierst du mit Vorbereitungsdienst je nach Schulart somit zwischen 5,5 und 6,5 Jahren, um Lehrerin oder Lehrer zu werden.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr Pädagogik, kurz FSJ Pädagogik, ist ein zwölfmonatiger Freiwilligendienst. Diesen kannst du an Grund-, Ober-, Förderschulen oder Gymnasien absolvieren. Dein FSJ würde mit dem Beginn des Schuljahres starten und mit den Sommerferien enden. Noch mehr Infos bekommst du hier.

Das FSJ Pädagogik ist deine Chance, dich auszuprobieren und in den Schulalltag als Lehrerin oder Lehrer reinzuschnuppern. Wenn du also überlegst, Lehrerin oder Lehrer zu werden, aber noch ein wenig unsicher bist, ist das freiwillige Jahr sehr zu empfehlen. Einzige Voraussetzung: Du musst zwischen 16 und 26 Jahre alt sein. Viele weitere Informationen zum FSJ bekommst du hier.

Dein FSJ wird definitiv nicht langweilig, denn die Aufgaben sind sehr vielfältig und machen Spaß.

  • Du begleitest und unterstützt Lehrerinnen und Lehrer an einer Schule.
  • Du übernimmst die Hausaufgabenbetreuung von Schülerinnen und Schülern.
  • Du hilfst bei der Pausenaufsicht.
  • Du planst eigene Projekte mit Schülerinnen und Schülern, denkst dir Spiele und Unterrichtsformate aus, machst mit bei Klassenausflügen, Veranstaltungen und allem, was in der Schule organisiert und umgesetzt wird.

Du bekommst 155 € Taschengeld und 155 € für deine Unterkunft und Verpflegung pro Monat. Dein Urlaubsanspruch beträgt 24 Tage und du bekommst eine Sozial- und Krankenversicherung.

Bei einigen Lehramtfächern gibt es einen überdurchschnittlich hohen Mangel an Lehrkräften. Sie werden teilweise dringend gebraucht, um zu verhindern, dass Unterricht ausfallen muss. Diese Fächer werden auch als „Fächer des besonderen Bedarfs“ bezeichnet. Je nach Schulart betrifft das andere Fächer. Wenn du ein solches Bedarfsfach studierst, hilfst du, die Lücken zu schließen und hast besonders gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

„MINT-Fächer“ besonders gefragt!

»MINT-Fächer« sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In diesen Fächern ist der Bedarf – bis auf wenige Ausnahmen – deutlich höher als bei anderen Fächern. Wenn du zudem Sorbisch sprichst, wäre der Lehrberuf eine tolle Möglichkeit, zum Erhalt deiner Sprache beizutragen.

Das gesamte Studienangebot in Sachsen, mit den wählbaren Fächern, Schularten sowie dem aktuellen Bedarf, zeigt dir unsere Fächertabelle in der Übersicht.

Weitere Infos zum Thema “Fächer wählen” findest du hier.

Nein. Grundsätzlich ist die allgemeine Hochschulreife die Voraussetzung für ein Lehramtsstudium, aber auch ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium oder eine fachgebundene Hochschulreife berechtigen zum Lehramtsstudium (bestimmter Fächer). Für die Fächer Kunst, Sport und Musik gibt es Eignungstests.

Auch für den Seiteneinstieg in den Lehrerberuf ist in Sachsen ein Hochschulstudium an einer Universität, Kunst- oder Fachhochschule, das mit einem Master, Magister oder Diplom abgeschlossen wurde, die Grundvoraussetzung. Ausländische Hochschulabschlüsse, die diesen Kriterien genügen, werden ebenfalls anerkannt. Zusätzlich sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 vorzuweisen.

Infos für Studierende

In wenigen anderen Jobs wirst du bereits zu Beginn deiner Karrierelaufbahn ein so gutes Gehalt erzielen (E 13 oder A 13). Um deine finanzielle und auch soziale Absicherung musst du dir dann keine Gedanken machen. Dabei ist es in Sachsen unerheblich, welche Schulart du unterrichtest: Wir wertschätzen alle Schularten finanziell gleich. Vollausgebildete Lehrerinnen und Lehrer werden für alle Schularten in Sachsen mit ihrem Berufsstart in der E 13 oder A 13 eingruppiert. Weitere Informationen zum Gehalt findest du auf der Website des Sächsischen Landesamtes für Steuern und Finanzen unter der Überschrift Tabelle TV-L sowie auf der Website des Öffentlichen Dienstes Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder.

An deiner Schule stehen dir, je nach Schulart, verschiedene fachliche Entwicklungsmöglichkeiten, wie Oberstufenberatung, Fachleitung oder Beratungslehrer offen. Du kannst dich auch zur Mentorin oder zum Mentor für Lehramtsanwärterinnen und -anwärter sowie Seiteneinsteigende weiterentwickeln. Über die Schulen hinaus gibt es zudem die Möglichkeit, als Fachberatung für ein bestimmtes Unterrichtsfach für die Schulaufsicht tätig zu werden. Für Lehrerinnen und Lehrer, die verstärkt Management- und Führungsaufgaben wahrnehmen möchten, ist auch die Entwicklung in Richtung Schulleitung oder stellvertretende Schulleitung eine interessante Option. Natürlich hast du auch immer die Möglichkeit, dich individuell weiterzubilden, neue Projekte in und außerhalb der Schule ins Leben zu rufen oder für eine Zeit ins Ausland zu gehen. Es warten zahlreiche Möglichkeiten auf dich!

An Grundschulen, Förderschulen und Oberschulen werden momentan die meisten Lehrerinnen und Lehrer benötigt. An Gymnasien besteht ein erhöhter Bedarf an Sprachen und naturwissenschaftlichen Fächern, im berufsbildenden Bereich sind technisch-gewerbliche Fachrichtungen besonders gefragt.

Außerhalb der Ballungszentren Leipzig und Dresden werden Lehrkräfte besonders gebraucht. Welche Vorteile das Lehren in den ländlichen Regionen Sachsens hat, erfährst du hier. Das Studienbegleitprogramm “Perspektive Land” bietet Lehramtsstudierenden und Referendarinnen sowie Referendaren vielfältige Möglichkeiten, die sächsische Schullandschaft zu entdecken. Mehr Infos zu Bedarfsfächern und Schularten findest du hier.

Die Voraussetzungen:

Grundsätzlich ist die allgemeine Hochschulreife die Voraussetzung für ein Lehramtsstudium, aber auch ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium oder eine fachgebundene Hochschulreife berechtigen zum Lehramtsstudium (bestimmter Fächer). Für die Fächer Kunst, Sport und Musik gibt es Eignungstests. In Sachsen kannst du Lehramt in Chemnitz (Lehramt an Grundschulen), Dresden (Lehramt an Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien, berufsbildenden Schulen) und Leipzig (Lehramt an Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien, Förderschulen, berufsbildenden Schulen) studieren.

Auch für den Seiteneinstieg in den Lehrerberuf ist in Sachsen ein Hochschulstudium an einer Universität, Kunst- oder Fachhochschule, das mit einem Master, Magister oder Diplom abgeschlossen wurde, die Grundvoraussetzung. Ausländische Hochschulabschlüsse, die diesen Kriterien genügen, werden ebenfalls anerkannt. Zusätzlich sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 vorzuweisen.

Weitere Informationen erhältst du bei den Studienberatungen der einzelnen Universitäten:

Die Dauer deines Studiums hängt von der Schulart ab. Für ein Lehramtsstudium an Grundschulen benötigst du in der Regel acht Semester, an Oberschulen neun und für das Lehramt an Gymnasien, berufsbildenden Schulen sowie Sonderpädagogik zehn Semester.

Im Anschluss an das Studium absolvierst du dann noch den Vorbereitungsdienst (Referendariat) im studierten Lehramt an einer Schule und einer Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung in Annaberg, Chemnitz, Dresden, Löbau oder Leipzig. Der Vorbereitungsdienst in Sachsen dauert 18 Monate und verteilt sich über drei Unterrichtshalbjahre. Er schließt mit der zweiten Staatsprüfung ab.

Insgesamt studierst du mit Vorbereitungsdienst je nach Schulart somit zwischen 5,5 und 6,5 Jahren, um Lehrerin oder Lehrer zu werden.

Ja, grundsätzlich ist es möglich, den Studienort zu wechseln. Länder und Hochschulen sind dazu verpflichtet, Studien- und Prüfungsleistungen gegenseitig anzuerkennen, wenn keine wesentlichen Unterschiede zu an der jeweiligen Hochschule zu erbringenden Studien- und Prüfungsleistungen bestehen. Diesbezüglich raten wir aber, sich direkt mit den Universitäten in Verbindung zu setzen.

Du kannst auch innerhalb deines Studiums die Schulart oder die Fächer wechseln. Dabei kannst du dir deine bereits erbrachten Studienleistungen aus dem bisherigen Studium teilweise anerkennen lassen. Dies muss in jedem Einzelfall von der Universität geprüft werden. Bei artverwandten Fächern ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass dir die Leistungen angerechnet werden. Nähere Informationen findest du bei der Studienfachberatung der jeweiligen Universität.

Grundsätzlich ist dies möglich. Deine bereits erbrachten Leistungen kannst du dir teilweise anerkennen lassen. Dies muss aber von der Universität in jedem Einzelfall geprüft werden. Ähneln sich die Fächer, hast du eine größere Chance, dir Leistungen anrechnen zu lassen. Ziehst du einen Wechsel in Erwägung, kannst du dich an deiner Universität beraten lassen.

Im Vorbereitungsdienst hast du die Möglichkeit, Praxiserfahrungen zu sammeln. Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate und verteilt sich über drei Unterrichtshalbjahre.


Um zum Vorbereitungsdienst zugelassen zu werden, musst du den Antrag auf Zulassung für das erste Halbjahr bereits am 1. März des Jahres, in dem der Dienst beginnt, beantragen. Den zum zweiten Schulhalbjahr beginnenden Vorbereitungsdienst musst du bis zum 1. September des Vorjahres jeweils bei der Schulaufsichtsbehörde elektronisch beantragen.

Während dieser Zeit wirst du vier Tage pro Woche an einer Schule sein und dort die Lehrveranstaltungen begleiten. Am fünften Tag besuchst du Lehrveranstaltungen an einer Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB). Während dieser Zeit stehen Didaktik und Methodik im Mittelpunkt. Weiterhin erhältst du einen fundierten Überblick über Schulrecht, Lehrerdienstrecht und Beamtenrecht. Du wirst an deiner Schule auch zunehmend selbstständig unterrichten.


Im ersten Ausbildungsabschnitt wirst du wöchentlich 16 Unterrichtsstunden absolvieren und den Unterricht acht bis zehn Stunden hospitieren und begleiten.

Im zweiten Ausbildungsabschnitt hospitierst du den Unterricht mindestens drei Stunden pro Woche und wirst in der Regel zwölf Stunden den Unterricht selbstständig führen. Deine Mentoren werden dich je nach Unterrichtsfach oder Fachrichtung zwei Stunden monatlich hospitieren.

Die Schulleitung wird dich in den Angelegenheiten der Schulorganisation ausbilden und dir zusätzlich Mentoren zuordnen, die dich in die inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben eines Klassenlehrers bzw. einer Klassenlehrerin und in die jeweiligen Unterrichtsfächer einführen.

Den Vorbereitungsdienst schließt du mit der zweiten Staatsprüfung ab, welche Theorie und Praxis verbindet. Die Staatsprüfung setzt sich aus Lehrproben, mündlichen Prüfungen und der Schulleiterbeurteilung zusammen.

Du kannst deinen Vorbereitungsdienst auch berufsbegleitend absolvieren, wenn du unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig bist. Das heißt, du kannst dich mit deiner ersten Staatsprüfung oder dem Master of Education um eine unbefristete Einstellung bewerben und bei Annahme den Vorbereitungsdienst berufsbegleitend durchführen. Deine Unterrichtsverpflichtung wird dann individuell vereinbart.

Empfänger deiner Bewerbung für den Vorbereitungsdienst ist nicht die Schule, sondern das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB). Somit kannst du es dir nicht aussuchen, wo dein Vorbereitungsdienst stattfindet. Jedoch kannst du in deiner Bewerbung Einsatzwünsche für eine bestimmte Region oder Schule angeben.

Ja, es gibt zwei Stiftungen, welche Stipendienprogramme für Lehramtsstudierende anbieten.

  • Das Programm „Studienkolleg“ der Stiftung der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung wendet sich speziell an Lehramtsstudierende.
  • Das Stipendienprogramm „FundaMINT“ der Telekom Stiftung richtet sich an Lehramtsstudierende speziell in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern.

Dein Studium beinhaltet die regulären Bildungswissenschaften:

Erziehungswissenschaft

  • Pädagogische Psychologie
  • Gewählte Fächerkombination
  • Fachdidaktik

Möchtest du Sonderpädagogik studieren, musst du zusätzlich zwei Förderschwerpunkte wählen.

Am Ende jedes Lehramtsstudiums steht die erste Staatsprüfung, welche aus einer wissenschaftlichen Arbeit, mündlichen Prüfungen in den Förderschwerpunkten und einer schriftlichen Prüfung in den Bildungswissenschaften besteht.

Nach dem eigentlichen Studium folgt der Vorbereitungsdienst an. Dieser dauert drei Unterrichtshalbjahre. Während des Vorbereitungsdienstes bist du vier Tage pro Woche an einer Schule tätig und wirst von den Lehrkräften vor Ort betreut.

Einmal pro Woche erhältst du eine theoretische Ausbildung in der Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung. Dabei werden dir bildungswissenschaftliche Inhalte wie Didaktik und Methodik vermittelt, welche einen konkreten praktischen Bezug zur studierten Schulart und den Unterrichtsfächern haben.

Den Vorbereitungsdienst beendest du mit dem Bestehen der zweiten Staatsprüfung. In dieser werden Theorie und Praxis verbunden. Die Staatsprüfung setzt sich aus Lehrproben, mündlichen Prüfungen und einer Schulleiterbeurteilung zusammen.

Bestehst du die zweite Staatsprüfung, erhältst du die Lehramtsbefähigung für das Lehramt. Damit kannst du dich dann für den Schuldienst in Sachsen oder auch in anderen Bundesländern bewerben.

Während deines Vorbereitungsdienstes erhältst du einen Anwärterbezug, der sich aus einem Anwärtergrundbetrag und gegebenenfalls einem Familienzuschlag zusammensetzt. Die Art der Ausbildungsbezüge ist im Sächsischen Besoldungsgesetz festgelegt:

Nach A13 (AW13) erhalten alle Referendare den gleichen Anwärtergrundbetrag. Die aktuelle Höhe der Bezüge findest du auf der Website des Landesamtes für Steuern und Finanzen. Von den Anwärterbezügen werden Lohnsteuer und Beiträge für die Krankenversicherung abgezogen.

Absolvierst du deinen Vorbereitungsdienst außerhalb der sächsischen Ballungszentren (Leipzig, Dresden) und bist bereit, nach dem Abschluss deiner Ausbildung für mindestens fünf Jahre an einer öffentlichen oder freien Schule in einer der sächsischen Bedarfsregionen tätig zu sein, kannst du neben dem monatlichen Grundgehalt von etwa 1.500 € brutto einen monatlichen Zuschlag (Anwärtersonderzuschlag) von rund 1.000 € brutto für die Dauer des Vorbereitungsdienstes erhalten. Grund dafür ist es, dass die Regionen außerhalb der Ballungsräume Dresden und Leipzig unterbesetzt sind. Der Anwärtersonderzuschlag dient somit als Ermutigung für die Lehramtsstudierenden, die ihren Vorbereitungsdienst in einer Bedarfsregion absolvieren.

Du kannst deinen Vorbereitungsdienst in Teilzeit absolvieren, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

  • Du mindestens ein Kind unter 18 Jahren betreust oder einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegst
  • Du neben dem Vorbereitungsdienst noch in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung eine Erweiterungsprüfung nach § 22 Lehramtsprüfungsverordnung I anstrebst
  • Du neben dem Vorbereitungsdienst habilitierst oder an einer Dissertation arbeitest

Liegt dies vor, dauert dein Vorbereitungsdienst 24 Monate und du bekommst 75 % der vollen Ausbildungsbezüge bezahlt. Nach § 14 Abs. 6 Lehramtsprüfungsverordnung II vom 12. Januar 2016 ergibt sich folgende Leistungserwartung:

  • Erster Abschnitt: wöchentlich mindestens drei Unterrichtsstunden hospitieren und in der Regel fünf bis sechs Stunden begleitender Unterricht
  • Zweiter Abschnitt: wöchentlich drei Unterrichtsstunden hospitieren und in der Regel neun Stunden selbstständiges Unterrichten

Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit ist gleichzeitig mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst zu stellen.


Achtung: Der Vorbereitungsdienst in Teilzeit kann nicht im Beamtenverhältnis auf Widerruf, sondern nur im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis abgeleistet werden.

Jährlich finden zum 01. August und zum 01. Februar Einstellungsverfahren für Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen statt.

Bei Einstellung in den sächsischen Schuldienst wirst du nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung beurteilt. Mit Hilfe der so genannten Leistungszahl wird die Auswahl zwischen den Bewerbenden getroffen. Diese setzt sich aus deinen Noten der Ersten und Zweiten Staatsprüfung bzw. des Masters und der Staatsprüfung zusammen. Selbstverständlich fließen auch Berufserfahrung und die gewünschte Einsatzregion mit in die Entscheidung ein. Kriterien wie Zusatzqualifikationen, soziale Belange oder Schwerbehinderung werden nur bei gleicher Leistungszahl betrachtet.
Kurz gesagt: Hast du gute Studienleistungen, die sich in deinen Staatsprüfungen widerspiegeln, ist das definitiv von Vorteil.

Nach deinem ersten Staatsexamen hast du die Möglichkeit, als Vertretungslehrkraft zu arbeiten. Du kannst dich für das Programm Unterrichtsversorgung im Personalreferat eines Standortes des Landesamtes für Schule und Bildung anmelden. Besteht für dein Qualifikationsprofil Bedarf, erhältst du einen befristeten Arbeitsvertrag.

Einige Schularten und Regionen bieten auch die unbefristete Einstellung an, wodurch dein Vorbereitungsdienst dann berufsbegleitend, also in Teilzeit, abläuft.

Grundsätzlich kannst du dich nach deinem zweiten Staatsexamen auch für eine andere Schulart bewerben. Deine Chancen eingestellt zu werden erhöhen sich, wenn du dich für eine Schulart bewirbst, bei der der Bedarf an Lehrkräften besonders hoch ist.

Ja, auch wenn wir dich natürlich gerne für Sachsen begeistern wollen. Nach Abschluss des Studiums und/oder des Vorbereitungsdienstes, kannst du dich in jedem Bundesland bewerben. Näheres findest du im Beschluss der Kultusministerkonferenz „Regelungen und Verfahren zur Erhöhung der Mobilität und Qualität von Lehrkräften“ vom März 2013 aufgeführt.

Die Bewerbungsmodalitäten und Fristen der einzelnen Länder können jedoch variieren.

Lehrerinnen und Lehrer im sächsischen Schuldienst können verbeamtet werden – und zwar in allen Schularten. Bei ihrem Berufsstart werden sie einheitlich in der Gehaltsgruppe A 13 verbeamtet. A 13 ist dabei das reguläre Einstiegsgehalt bei Berufsanfängern und liegt derzeit auf erster Stufe bei rund 4.200 € in Vollzeit.

Um dich verbeamten zu lassen, musst du eine vollständig ausgebildete Lehrkraft sein und das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Möchtest du verbeamtet werden, musst du zunächst ein Beamtenverhältnis auf Probe durchlaufen. Voraussetzung ist, dass der Vorbereitungsdienst erfolgreich abgeschlossen wurde. Die reguläre Probezeit dauert 3 Jahre. Eine Verkürzung ist möglich, wenn du den Vorbereitungsdienst mit überdurchschnittlichem Erfolg bestanden und in der Probezeit überdurchschnittliche Leistungen erbracht hast.

Bewährst du dich in der Probezeit, wirst du in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen. Kannst du dich am Ende der Probezeit noch nicht bewähren, ist eine Verlängerung der Probezeit auf bis zu 5 Jahre möglich.

Bei einigen Lehramtfächern gibt es einen überdurchschnittlich hohen Mangel an Lehrkräften. Sie werden teilweise dringend gebraucht, um zu verhindern, dass Unterricht ausfallen muss. Diese Fächer werden auch als „Fächer des besonderen Bedarfs“ bezeichnet. Je nach Schulart betrifft das andere Fächer. Wenn du ein solches Bedarfsfach studierst, hilfst du, die Lücken zu schließen und hast besonders gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

„MINT-Fächer“ besonders gefragt!

»MINT-Fächer« sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In diesen Fächern ist der Bedarf – bis auf wenige Ausnahmen – deutlich höher als bei anderen Fächern. Wenn du zudem Sorbisch sprichst, wäre der Lehrberuf eine tolle Möglichkeit, zum Erhalt deiner Sprache beizutragen.

Das gesamte Studienangebot in Sachsen, mit den wählbaren Fächern, Schularten sowie dem aktuellen Bedarf, zeigt dir unsere Fächertabelle in der Übersicht.

Weitere Infos zum Thema “Fächer wählen” findest du hier.

In wenigen anderen Jobs wirst du bereits zu Beginn deiner Karrierelaufbahn ein so gutes Gehalt erzielen (E 13 bzw. A 13, Vollzeit). In Sachsen werden die Lehrkräfte aller Schularten einheitlich im Eingangsamt A 13 verbeamtet. Eine spätere Einordnung in die A 14 ist möglich. Welche konkreten Euro-Beträge aktuell zu den einzelnen Besoldungsgruppen und Erfahrungsstufen gehören, findest du hier.

Ein Beamtenverhältnis besteht normalerweise in Vollzeit. Es besteht aber die Möglichkeit, einen Antrag auf Teilzeitbeschäftigung zu stellen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten des Antrags:  

  1. Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen (§ 98 Sächsisches Beamtengesetz) 

Grund für die Teilzeitanfrage ist hier die Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines sonstigen pflegebedürftigen Angehörigen. Diese Anfrage ist, bis auf zwingende Ausnahmen, zu gewähren. 

  1. Teilzeitbeschäftigung aus sonstigen Gründen (§ 97 Sächsisches Beamtengesetz) 

Teilzeitanfragen aus nicht-familiären Gründen können im Ermessen des Dienstherrn gewährt oder abgelehnt werden. Eine Ablehnung kann vor allem erfolgen, wenn sonst die notwendige Unterrichtsversorgung der Kinder nicht mehr gewährleistet werden kann. 

Du solltest einen solchen Antrag so früh wie möglich stellen. Hast du zusätzliche Nachweise, beispielsweise ein ärztliches Gutachten über die Pflegebedürftigkeit eines nahen Angehörigen, musst du diese dem Antrag beifügen.

Sind Beamte durch Krankheit an der Dienstleistung verhindert (arbeitsunfähig), erhalten sie weiterhin ihre Bezüge zu 100 %. Für ihre Aufwendungen im Krankheitsfall (ggf. auch für Familienangehörige) erhalten sie und von ihrem Dienstherrn anteilig eine finanzielle Unterstützung, die sogenannten Beihilfeleistungen, in Höhe von 50 bis 80 % der entstandenen Kosten. Im Gegensatz zu Tarifbeschäftigten sind Beamte nämlich nicht gesetzlich krankenversichert.  

Als Absicherung für die Aufwendungen, die nicht von der Beihilfe abgedeckt werden, wird Beamten der Abschluss einer privaten Krankenversicherung empfohlen. Hier solltest du dir die verschiedenen Tarife und Versicherungsleistungen ganz genau anschauen; schließlich spielen Faktoren wie die familiären Verhältnisse, das Alter oder Vorerkrankungen eine gewichtige Rolle. Darüber hinaus sollen Beamte des Freistaates Sachsen künftig die Möglichkeit erhalten, sich ohne Nachteile gesetzlich krankenzuversichern. Dazu wird in Kürze ein Vorschlag der Staatsregierung erwartet.

In erster Linie sollen sie ihre Aufgaben unparteiisch und gerecht erfüllen. Das heißt auch, dass sie sich bei politischer Betätigung zurückhalten. Auch außerhalb des Beamtendienstes sind sie zu achtungs- und vertrauenswürdigem Verhalten verpflichtet.

Beamtete Lehrkräfte können im Wege der Abordnung oder Versetzung auch ohne ihre Zustimmung an einer anderen Schule eingesetzt werden, wenn es dafür dienstliche Gründe (insb. zur Unterrichtsabsicherung) gibt. Entsprechendes gilt für tarifbeschäftigte Lehrkräfte.

­Du kannst verbeamtet werden, wenn…

  • du die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen Mitgliedsstaats der EU besitzt,
  • du dich verpflichtest, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten,
  • du eine vorgeschriebene Laufbahnbefähigung besitzt (im Sinne eines erforderlichen Lehramtsabschlusses)
  • und du gesundheitlich geeignet bist. Das wird in einer ärztlichen Untersuchung festgestellt.
  • du das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet hast.

Lehrkräfte mit einer ausländischen Berufsqualifikation müssen einen anerkannten Berufsabschluss nachweisen. Nähere Informationen hierzu findest du dazu auf dem Serviceportal Amt24.

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