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Das Abi frisch in der Tasche, aber der Weg zum Traumjob an der Schule scheint noch weit? Auf der Messe HORIZON am 24. September 2022 in Schkeuditz bei Leipzig stellten sich Hochschulen, Unternehmen und Institutionen aus diversen Gebieten vor und gaben Orientierung nach dem Schulabschluss. Wir waren auch dabei und haben darüber informiert, wie du als Lehrerin oder Lehrer durchstarten kannst.

 

An welcher Hochschule kann ich meine Lieblingsfächer studieren, welche Fächer werden überhaupt gebraucht und wie läuft eigentlich die Bewerbung für die Uni ab? Auf der Messe HORIZON wurden aus Fragezeichen Antworten für deine Zukunftsplanung im Schuldienst. Insgesamt haben 1.050 Besucherinnen und Besucher die Messe besucht und konnten sich bei 50 Ausstellern informieren.
Für alle, die es am letzten Septemberwochenende nicht zu uns geschafft haben, haben wir hier die wichtigsten Fragen noch einmal zusammengefasst. Sind deine persönlichen Fragen auch dabei? 

So startest du in das Lehramtsstudium in Sachsen

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr gut! Wie du vielleicht weißt, gibt es in Sachsen momentan eine große Lücke zwischen den geplanten Einstellungen von Lehrerinnen und Lehrern und den tatsächlich eingegangenen Bewerbungen. Rund 1.500 Stellen sind zum aktuellen Schuljahr 2022/2023 an sächsischen Schulen zu besetzen gewesen. Insbesondere in ländlicheren Regionen herrscht ein hoher Bedarf an Lehrkräften. Zwar kann niemand in die Glaskugel blicken, alle Prognosen deuten aber darauf hin, dass es auch in Zukunft ein wichtiger Job mit guter Einstellungsperspektive sein wird.

Um dich für eine bestimmte Fächerkombination und deine präferierte Schulform zu entscheiden, hast du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst nach deinen individuellen Interessen auswählen und einfach schauen, welche Fächer dir selbst in der Schule besonders gefallen haben. Bedenke dabei, dass nur bestimmte Fächerkombinationen zugelassen sind und du bei einigen Fächern wie Kunst, Musik oder Sport vorher eine Eignungsprüfung ablegen musst.

 

Du kannst auch schauen, welche Fächer gerade besonders gefragt sind. Bei einigen Lehramtsfächern gibt es einen überdurchschnittlich hohen Mangel an Lehrkräften, sie werden teilweise dringend gebraucht. Vor allem sogenannte MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gehören besonders häufig zu diesen „Fächern des besonderen Bedarfs“. Wenn du ein solches Bedarfsfach studierst, hilfst du, die Lücken zu schließen und hast besonders gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

 

Wenn es dir vor allem wichtig ist, in Chemnitz, Dresden oder Leipzig zu studieren, hängt die Wahl deines Studienganges auch wesentlich davon ab, an welchem Ort du studierst, denn nicht jede der drei Universitäten in Sachsen bietet alle Fächer und Schularten an. Deine Lieblingsstudienstadt kann also auch schon eine Form der Einschränkung in der großen Auswahl sein.

 

Außerdem solltest du dir überlegen, welche Schulart dir vermutlich am meisten liegen wird. Welche Schülerinnen und Schüler möchtest du später gerne einmal unterrichten und mit welcher Altersstufe kommst du klar? Legst du mehr Wert auf pädagogische Aspekte oder begeistert dich der inhaltliche Anteil? Während in Grundschulen, Förderschulen und Oberschulen ersteres überwiegt, ist beispielsweise an Gymnasien und berufsbildenden Schulen der fachliche bzw. praktische Anteil höher.

Du siehst, die Möglichkeiten sind auch im Lehrberuf riesig. Einen Überblick über das Studienangebot in Sachsen erhältst du in unserer Fächertabelle. Um eine schnelle Auswahl zu treffen, empfehlen wir dich auch unser Fächerquiz.

Um ein Lehramtsstudium zu beginnen, brauchst du zunächst vor allem Abitur oder eine vergleichbare Hochschulzugangsberechtigung.

Ansonsten hängen die Voraussetzungen davon ab, welche Fächer und welche Schulform du wählst. Wie schon erwähnt, musst du für manche Fächer wie Musik, Kunst und Sport vorher einen Eignungstest machen. Für Kunstpädagogik reichst du etwa eine Mappe mit verschiedenen künstlerischen Arbeiten von dir ein. Um Musik studieren zu können, musst du eine Aufnahmeprüfung absolvieren. Grundbedingung ist, dass du singen und ein Begleitinstrument spielen kannst. Die Anforderungen des Sporteignungstests sind von Uni zu Uni unterschiedlich.

 

Entscheidest du dich für einen zulassungsfreien Studiengang, kannst du dich meist direkt bei der Universität einschreiben, ohne dass deine Abiturendnote entscheidend ist. Es ist dabei ganz egal, ob du im Einser- oder Dreierbereich liegst.

 

Für andere Studienfächer wiederum ist dein Abiturschnitt von hoher Relevanz und du musst dich um einen Platz an deiner Wunsch-Hochschule bewerben. Du hast bestimmt schon einmal vom Numerus Clausus gehört. Er wird eingerichtet, wenn die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber die Anzahl der verfügbaren Studienplätze übersteigt. Der NC variiert von Jahr zu Jahr, da auch die Bewerberanzahl variiert. Du kannst dich allerdings an den Werten des Vorjahres orientieren, um deine Chancen einzuschätzen. Ist dein Abitur-Durchschnitt höher als der NC, wirst du wahrscheinlich nicht von der Hochschule in diesem Studiengang angenommen. Wenn die Spannweite zwischen deinem Abiturdurchschnitt und dem geforderten NC relativ gering ist, hast du allerdings gute Chancen durch das Nachrückverfahren einen Platz zu ergattern. Im Nachrückverfahren werden die Plätze verteilt, die in der ersten Auswahlrunde nicht belegt wurden.

Du kannst in Chemnitz, Dresden und Leipzig Lehramt studieren.
Die Technische Universität Chemnitz bietet das Lehramt an Grundschulen an. Die
Technische Universität Dresden die Lehrämter an Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen. An der Universität Leipzig kannst du ebenfalls die Lehrämter an Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien, berufsbildenden Schulen und zusätzlich Sonderpädagogik studieren. Speziell dem Fach Musik widmen sich die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden sowie die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

Bewerben kannst du dich ganz einfach mit deinem Abiturzeugnis oder einer vergleichbaren Hochschulzugangsberechtigung an der jeweiligen Universität. Beachte dabei die Eignungstests für die Fächer Kunst, Sport und Musik.

 

Die Anmeldefristen für das Sommersemester enden meist am 15. Januar und die für das Wintersemester am 15. Juli. Es kann allerdings auch Abweichungen geben. Informiere dich daher am besten direkt bei deiner Wunschhochschule. Bei den Studienberatungen der einzelnen Universitäten erhältst du auch viele weitere nützliche Informationen, am besten wendest du dich an der Universität Leipzig direkt ans Zentrum für Lehrer:innenbildung und Schulforschung (ZLS), an der TU Dresden ans Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) oder an das Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) der TU Chemnitz.

 

Die Lehramtsausbildung kann man grob in zwei Teile gliedern: Die erste Phase umfasst das Studium an der Universität, dessen Dauer von der Schulart abhängt. Für ein Lehramtsstudium an Grundschulen benötigst du in der Regel acht Semester, an Oberschulen neun und für das Lehramt an Gymnasien, berufsbildenden Schulen sowie Sonderpädagogik zehn Semester. Diese Phase schließt du mit der Ersten Staatsprüfung ab. Wirtschaftspädagogik stellt eine Ausnahme dar, denn hier schließt du mit dem Master of Science ab, bist aber dennoch für ein Referendariat qualifiziert.

 

Die zweite Phase nach dem Studium umfasst dann den Vorbereitungsdienst, auch als Referendariat bekannt. Der Vorbereitungsdienst in Sachsen dauert in der Regel 18 Monate und verteilt sich über drei Unterrichtshalbjahre. Du absolvierst sie zu Teilen an deiner Ausbildungsschule und zudem an einer Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung in Annaberg, Chemnitz, Dresden, Löbau oder Leipzig. Den Vorbereitungsdienst schließt du dann mit dem Zweiten Staatsexamen ab.

 

Nach 5,5 bis 6,5 Jahren der Ausbildung kannst du dann als fertige Lehrerin oder Lehrer im Schuldienst starten.

Impressionen der HORIZON-Messe 2022

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Du willst mehr Infos zum Lehramt in Sachsen?

Kim ist im letzten Semester ihres Lehramtsstudiums in Sachsen und für einen Monat als Praktikantin an der Oberschule Wiederitzsch in Leipzig tätig. Was hat sie dort erlebt und wie fühlt sich dieses letzte Praktikum kurz vor dem Referendariat für sie an?

Die Sonne scheint auf das nagelneue Schulgebäude der Oberschule Wiederitzsch. In einiger Entfernung ist der Leipziger Messeturm zu sehen. Eine aufgeregte Elterngruppe nimmt gerade ihre Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern in Empfang, die mit kleinen Reisekoffern von ihrer ersten Kennenlernfahrt zurückkommen. Kim, Studentin im zehnten und damit letzten Lehramtssemester an der Universität Leipzig, kommt uns mit strahlenden Augen entgegen. Stolz präsentiert sie uns ihren Praktikumsplatz an Leipzigs „sportlichster“ Oberschule.

Kim, wie ist dein erster Eindruck von der Oberschule Wiederitzsch?

Sehr gut! Ich wurde herzlich in Empfang genommen und mein Mentor hat mir erstmal alles gezeigt und mich allen vorgestellt. Auch bei den Klassen, die ich bisher kennenlernen durfte, habe ich ein gutes Gefühl. Ich glaube, die Schülerinnen und Schüler fühlen sich wohl hier und kommen gut miteinander klar.

 

Was hat dich bisher am meisten überrascht?
Von der Ausstattung der Schule bin ich echt beeindruckt. Alles ist nagelneu und das Außengelände bietet mit Kletterwand, Basketball- und Beachvolleyballfeld, Fitnessparcours sowie Tischtennis und Tischkicker alles, was ich mir als Sportlehrerin für eine Schule wünschen würde. Da ich eigentlich auf Gymnasiallehramt studiere, ist die Schulform Oberschule noch neu für mich. Ich bin überrascht, wie gut es mir gefällt!

 

Wie bist du zu dem Praktikumsplatz gekommen?
Ehrlich gesagt war das eher Zufall. Ich hatte die Anmeldefrist für das Praktikum beim Praktikumsportal Sachsen verpasst, so dass mir die Schule einfach zugewiesen wurde. Glück gehabt, würde ich sagen, denn ich habe mich hier ab Tag eins sofort wohlgefühlt.

 

Wie wird das Praktikum für dich jetzt genau ablaufen?

Ich habe mir schon gemeinsam mit meinem Mentor einen Stundenplan zusammengestellt und weiß jetzt, wann ich in welchen Klassen bin. In den nächsten vier Wochen habe ich insgesamt 20 Stunden Hospitation und 20 Stunden eigenen Unterricht auf dem Plan. Das wird aufregend: das erste Mal, dass ich als Ethiklehrerin vor einer Klasse stehe! In meinem zweiten Fach Sport habe ich schon öfter unterrichtet. Jetzt bin ich gespannt, wie der Unterschied zwischen Sporthalle und Klassenraum sein wird.

 

Wie bereitest du dich auf deinen ersten Unterricht in Ethik vor?
Das Gute ist, dass ich schon Onlinesemester hatte, in denen wir die Stundenvorbereitung methodisch geplant und geübt haben. Die anderen Ethiklehrerinnen und -lehrer hier an der Schule haben mir schon genau erzählt, wo sie im Lernstoff stehen und wo ich dann bei meinem Unterricht ansetzen kann. Ich überlege mir jetzt selbst genau, welche Lernziele ich mit welcher Methodik erreichen möchte und wie ich die Stunden zeitlich einteile. Das probiere ich dann einfach mal aus.

 

Was erhoffst du dir von dem Blockpraktikum?
Ich will vor allem mehr Selbstsicherheit beim Unterrichten bekommen. Mein Ziel ist es, dass ich nicht mehr an mir selbst zweifle, wenn sich von 20 Schülerinnen und Schülern auch mal fünf mit etwas anderem beschäftigen. Dass ich dann nicht selbst unruhig werde und ihre Unaufmerksamkeit auf mich beziehe. Schließlich sind 90 Minuten auch für mich in der Uni manchmal schwer – unabhängig von der Professorin oder dem Professor, die vorne stehen.

 

Wie stehst du zu deiner Fächerkombi Sport und Ethik? Kannst du sie weiterempfehlen?
Auf jeden Fall! Für mich sind die Lehramtsfächer Sport und Ethik einfach der perfekte Ausgleich! In Sport bin ich die ganze Zeit in Bewegung und komme schnell mit Menschen in Kontakt. Dazu habe ich meinen Gegenpol Philosophie, also das Schulfach Ethik, wo ich mich zurückziehen und viele Texte und große Gedanken lesen, diskutieren und weiterspinnen kann. Ich habe mir fest vorgenommen, als Lehrerin keine Menschen ändern zu wollen, sondern ihnen vor allem neue Perspektiven zu zeigen und zu eröffnen. Genau dafür sind meine beiden Fächer ideal geeignet.

 

Was passiert nach deinem Praktikum?
Ich werde meine Staatsexamensarbeit schreiben und eigentlich würde im Anschluss das 18-monatige Referendariat auf der Agenda stehen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich gleich damit starte oder noch einen Auslandsaufenthalt dranhänge. Da ich damals direkt nach der Schule zur Uni gewechselt bin, wäre ein Perspektivwechsel nicht schlecht. Aus meiner Sicht sollte ich gerade als Lehrerin möglichst viel von der Welt gesehen haben, bevor ich sie meinen Schülerinnen und Schülern zu erklären versuche.

Du willst mehr Infos zu Praktika im Lehramtsstudium?

Was passiert in den Praktika im Lehramtsstudium in Sachsen und wo kann ich mich dafür anmelden? Das und vieles mehr erfährst du in unseren FAQ.

Die wichtigsten Antworten rund um dein Praktikum

Während deines Lehramtsstudiums in Sachsen absolvierst du insgesamt sechs Praktika. Mit einer Ausnahme: Wenn du Lehramt für Berufsschule studierst, entfällt das Grundpraktikum zu Beginn des Studiums und du machst demnach nur fünf Praktika. Das Grundpraktikum findet in allen anderen Lehramtsstudiengängen im ersten Semester statt. Im dritten Semester folgt das Blockpraktikum A. Die schulpraktischen Übungen, kurz „SPÜ“ genannt, folgen studienbegleitend ab dem vierten Semester jeweils im ersten und zweiten Fach bzw. in der ersten und/oder zweiten Fachrichtung bzw. in der Grundschuldidaktik. Ganz zum Ende des Studiums, im sechsten Semester, findet für Alle das Blockpraktikum B im ersten und zweiten Fach bzw. der ersten und/oder zweiten Fachrichtung statt.

  1. Das Grundpraktikum ist ein semesterbegleitendes Praktikum im ersten Semester. Es muss nur von Studierenden der allgemeinbildenden Schulen absolviert werden und hat einen Umfang von 30 Stunden.
  2. Das Blockpraktikum A folgt im dritten Semester. Es findet vier Wochen am Stück statt, in denen du insgesamt 100 Stunden Schulpraxis nachweisen musst. Du kannst es, unabhängig von deiner studierten Schulart, auch in jeder anderen Schulart absolvieren. Zudem ist dieses Praktikum fächerübergreifend, du kannst also auch in andere als deine studierten Fächer reinschnuppern. Dir wird für dieses Praktikum immer eine Mentorin oder ein Mentor an deiner Praktikumsschule zugewiesen, die oder der dich bei allen organisatorischen und schulpraktischen Fragen unterstützt.
  3. Die schulpraktischen Übungen finden semesterbegleitend in kleinen Gruppen von ca. fünf bis sechs Studierenden in deinen studierten Fächern/Fachrichtungen bzw. in der Grundschuldidaktik sowie in deiner gewählten Schulart statt. 
  4. Das Blockpraktikum B ist ein fachdidaktisches Praktikum, das du ebenfalls in deinen studierten Fächern/Fachrichtungen und deiner gewählten Schulart absolvierst. Eine Ausnahme gibt es in einigen Gymnasiallehramtsfächern: Hier kann das Blockpraktikum B teilweise auch an einer Oberschule gemacht werden. Es findet vier Wochen am Stück statt und kann erst absolviert werden, wenn die schulpraktischen Übungen abgeschlossen sind. Im Vergleich zum Blockpraktikum A ist der eigene Unterrichtsanteil mit je nach Fach bzw. Fachrichtung 15 bis 20 Unterrichtsstunden und 30 Stunden Hospitation deutlich höher. Zum genauen Stundenumfang musst du dich bitte bei deinen Fachdidaktiken oder im Praktikumsbüro deiner Uni informieren.

Die Vermittlung und Buchung der Praktikumsplätze für alle Praktika erfolgt über das Praktikumsportal Sachsen. Du musst dich einmalig registrieren und kannst dann alle Anmeldungen für deine Praktika während des Studiums über das Praktikumsportal abwickeln. Dort sind alle staatlichen Schulen in Sachsen gelistet sowie eine Vielzahl an Schulen in freier Trägerschaft.

Du kannst dein Praktikum auch an Schulen machen, die nicht gelistet sind, oder sich in einem anderen Bundesland oder im Ausland befinden. Für die Anmeldung und Koordination wende dich in diesen Fällen bitte an das Praktikumsbüro deiner Uni, die dich beraten und dir die relevanten Unterlagen zur Verfügung stellen können.

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Hierfür bieten sich besonders die Blockpraktika A und B an, da sie im Gegensatz zu den studienbegleitenden schulpraktischen Übungen (SPÜ) am Stück zu absolvieren sind. Wenn du ein solches Vorhaben planst, unterstützt dich das Praktikumsbüro deiner Uni gerne dabei. Dein Praktikum in einem anderen Bundesland oder im Ausland musst du dir selbst organisieren, aber die Praktikumsbüros bieten Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten sowie kooperierenden Schulen an. Auch hier gilt: Die Anmeldung und Koordination laufen nicht über das Praktikumsportal, sondern du musst dich bitte direkt an das Praktikumsbüro deiner Uni wenden.

Die genauen Anmeldetermine für Praktika findest du auf der Homepage des Praktikumsbüros deiner Uni sowie im Praktikumsportal Sachsen:

Für alle Fragen rund um die Organisation und Koordination deines Praktikums wende dich bitte an dein Praktikumsbüro:

Du hast vielfältige Möglichkeiten, dich im Rahmen von Projekten oder auch als Schulbegleiterin oder Schulbegleiter an Schulen aktiv einzubringen und Kinder und Jugendliche beim Lernen zu unterstützen. Eine gute Übersicht zu den Angeboten findest du beispielsweise unter den folgenden Links:

Mehr Infos zum Lehramtsstudium

Erfahre mehr zu weiteren FAQ, wichtigen Terminen, relevanten Links und hilfreichen Beratungsstellen.

In Sachsen zeigen sich große Lücken zwischen den geplanten Einstellungen von Lehrerinnen und Lehrern und den eingegangenen Bewerbungen.

Das Einstellungsverfahren für neue Lehrerinnen und Lehrer läuft noch bis zum Start des neuen Schuljahres. Insgesamt 1.500 Stellen sollen im neuen Schuljahr besetzt werden. Gesucht werden dabei 475 Lehrerinnen und Lehrer für Gymnasien, 411 für Grundschulen, 329 für Oberschulen, 174 für Förderschulen und 111 für Berufsbildende Schulen.

Auf diese Stellen haben sich bisher jedoch lediglich 890 grundständig ausgebildete Lehrkräfte. Darunter sind 401 Bewerber für Gymnasien, 279 Grundschullehrkräfte, 104 Bewerber für Oberschulen, 54 für Förderschulen und 52 Berufsschullehrer. Unter den grundständig ausgebildeten Bewerberinnen und Bewerbern sind auch 212 aus anderen Bundesländern. Hinzukommen 33 nicht vollständig ausgebildete Bewerber – meist Personen, die zwar einen Lehramtsabschluss haben, aber kein Referendariat absolvierten. Auch einige Bewerber mit nicht vollständig anerkannten ausländischen Lehramtsabschlüssen sind unter den Bewerbungen. Zudem liegen 462 Bewerbungen von Seiteneinsteigern vor.

 

Die Gründe für die geringe Zahl an vollständig ausgebildeten Bewerbern können vielfältig sein. In erster Linie können sich die gestiegenen Zahlen an Studienanfängern von rund 2.000 im Wintersemester 2016/2017 auf 2.500 im Wintersemester 2017/2018 mit Blick auf die Dauer des Lehramtsstudiums noch nicht auf den Bewerbermarkt auswirken. Aber auch die Corona-Sonderregelungen zur Studiendauer an den Hochschulen könnten dazu geführt haben, dass sich aktuell weniger Lehramtsstudierende für den Vorbereitungsdienst bewerben und erfolgreich abschließen.

 

Zum Ausbildungsabschluss im Juli 2022 werden knapp 600 Absolventen des Vorbereitungsdienstes erwartet. Im Juli 2021 waren es 733. Im Einstellungsverfahren zum Februar 2023 werden wieder mehr Absolventen aus dem Vorbereitungsdienst prognostiziert.

Unter den vollständig ausgebildeten Bewerbern wollen 399 nach Leipzig und 213 nach Dresden. 115 Lehrkräfte haben sich für die Region Chemnitz beworben, 93 für die Zwickauer Region und lediglich 70 für den ostsächsischen Raum.

Das Bewerberinteresse passt jedoch nicht zum Lehrerbedarf. Das wird besonders deutlich mit dem Blick nach Ostsachsen. Auf 70 Bewerber kommen hier 207 freie Stellen.

Das Landleben ist nichts für dich? Schau dich erstmal um und mach dir selbst ein Bild!

Immer mehr Leute ziehen wieder auf’s Land! Auch du möchtest langfristig an einem Ort mit guter Luftqualität und gemeinschaftlichem Zusammenhalt leben? Sachsen bietet eine riesige Auswahl und überraschende Vielfalt an ländlichen Regionen: Wir haben für dich aufgeschrieben, was sie vor allem für Lehrerinnen und Lehrer lebenswert macht!

Du startest gerade an deiner ersten Schule und wünschst dir ein persönliches Coaching sowie gezielte Fortbildungsangebote für die ersten Jahre in deinem Beruf? Dann nimm an startklar teil, der berufsbegleitenden Fortbildung für deinen Berufseinstieg in Sachsen.

Startklar bietet dir für den Zeitraum von drei Jahren die folgenden Fortbildungsbausteine an:

Das Stammgruppenprogramm: In einer Gruppe von max. 15 Personen durchläufst du ein 2-jähriges Programm mit den Zielaspekten Eigenverantwortung, Selbstmotivation, Achtsamkeit, Resilienz und Selbstmanagement. Das Programm wird durch Coaches des Quest-Teams Berlin begleitet und umfasst vier zweitägige Werkstätten sowie vier dazu passende Reflexionstreffen („Boxenstopps“ – ein- bis zweitägig).

Folgende vier Werkstätten plus Boxenstopps werden durchlaufen:

  1. Mit den Erwartungen Anderer und meinen eigenen gut umgehen können.
  2. Schülerinnen und Schüler, Eltern und mich erfolgreich führen können.
  3. In herausfordernden Situationen bestehen können.
  4. Meine Zukunft als Lehrkraft pro-aktiv gestalten können.

Trainings: Außerhalb des Stammgruppenprogramms werden Trainings in Präsenz und als Online-Format u. a. zu den folgenden Themen angeboten:

  • Classroom-Management
  • Beziehungsgestaltung
  • Gesprächsführung
  • Gewaltfreie Kommunikation und Konfliktprävention
  • Störungsmanagement
  • Stimmbildung

Individual Coaching: Im Mittelpunkt der insgesamt vier buchbaren 60-minütigen Online-Coachings  stehen die gezielte Entwicklung deiner Lehrpersönlichkeit sowie der Abbau von individuellen Hindernissen, Handlungsblockaden, Ängsten, Unsicherheiten oder Problemen aus dem schulischen Alltag.

 

Peer Coaching: Hier bekommst du die Gelegenheit, dich in von dir oder anderen startklar-Teilnehmenden initiierten Coachings mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und Wissen und Erfahrungen zu teilen.

 

Summer School: Die dreitägige Veranstaltung findet jeweils in der ersten Sommerferienwoche als offenes Online- oder Präsenz-Angebot statt  (Termin der nächsten Summer School: 10. – 13.7.2023). In Vorträgen und Workshops dreht sich alles um Innovation und Mitgestaltung bei schulischen Prozessen sowie die Übernahme erster Führungsverantwortung in der Schule.

 

Digitale Lernsettings: Auf der digitalen startklar-Fortbildungsumgebung (IBT-Server) kannst du dich, wann und wo du möchtest, gezielt mit ausgewählten fach- und schulartübergreifenden Themen beschäftigen. Dir stehen Webtrainings, Web-Seminaraufzeichnungen und Videos für deine individuelle Professionalisierung zur Verfügung. Ein breit aufgestellter Marktplatz unterstützt dich mit Arbeitshilfen, E-Books, Podcasts und Ratgebern.

 

startklar-AkadeME: Dein individuelles startklar-Dashboard, von dem aus du deine individuelle Fortbildung organisieren und dokumentieren kannst. In der AkadeME laufen deine gewählten Fortbildungen, Materialien und Aktivitäten innerhalb des startklar-Programms zusammen. Eine Anmeldung für das Dashboard ist mit deiner Einstellung als Lehrkraft jederzeit möglich.

Klingt gut? Dann melde dich für das Programm an!

Zweimal jährlich findet ein Online-Auftakt für alle Berufseinsteigenden statt. Der nächste Termin ist der 8. September 2022!

 

Hier erhältst du Infos zur Struktur, Gestaltung und Organisation des Programms sowie ein Onboarding zur digitalen Fortbildungsumgebung. Teilnehmen können grundsätzlich alle Berufseinsteigenden ab Einstellungstermin 01.02.2022. Insofern es die Kapazitätsgrenze zulässt, können auch Lehrkräfte (grundständig ausgebildete und im Seiteneinstieg) mit Einstellungsdatum vor dem 01.02.22 die Chance bekommen, teilzunehmen.

Du erhältst dann vom startklar-Team die Boardcard und kannst sofort loslegen. Detaillierte Informationen findest du auf der startklar-Website.

Bewerbungsportal

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